Wikipedia will Google & Co für die Nutzung des Wissens zahlen lassen
Die Betreiber der Online-Enzyklopädie Wikipedia wollen Großkonzerne und kommerzielle Nutzer ihrer Daten endlich auch dafür zahlen lassen. Ab 2021 soll ein Dienst namens Wikimedia Enterprise starten, der Google, Amazon & Co für Wikipedia-Inhalte zur Kasse bittet.
Wie die Wikimedia Foundation jetzt über einen Artikel in der Wired verlauten ließ, sollen große Firmen nach Jahrzehnten endlich auch dafür zahlen müssen, dass sie Inhalte aus der Wikipedia abgreifen und als Teil ihrer eigenen Produkte vermarkten. Dazu wird mit Wikimedia Enterprise eine kommerzielle Version der Wikipedia-API eingeführt.
Wie Wikimedia mitteilte, will man die Verwendung der Enterprise-API grundsätzlich nicht verpflichtend machen. Firmen wie Google, Facebook und Amazon können also auch die kostenlose Wikipedia-API in ihrer bekannten Form weiterhin ohne Kosten nutzen. Die Konzerne nutzen die Infos aus der freien Online-Enzyklopädie unter anderem, um eigene Angebote damit zu füttern.
Die sogenannten Wissensboxen, die in Googles Suchergebnissen erscheinen, werden ebenso auf diesem Weg befüllt wie die Systeme hinter den Auskünften, die Sprachassistenten wie Google Assistant, Amazon Alexa oder Apple Siri liefern.
Daran wird sich wohl auch künftig wenig ändern, doch geht es der Stiftung vor allem darum, die finanzielle Realität ihrer Angebote mit der Mission der freien Verfügbarkeit von Wissen in Einklang zu bringen, heißt es.
Siehe auch:
Freier Zugriff bleibt auch für Großkonzerne offen
Noch stehen die genauen Details nicht fest, doch geht es letztlich darum, dass die großen Firmen zwar von der freien Verfügbarkeit der Wikimedia-Inhalte profitieren, bisher aber nicht dafür zahlen müssen. Unter anderem will Wikimedia mit der neuen Enterprise-Version Optionen wie eine schnellere Bereitstellung oder vorherige Formatierung der ausgelieferten Inhalte anbieten.Wie Wikimedia mitteilte, will man die Verwendung der Enterprise-API grundsätzlich nicht verpflichtend machen. Firmen wie Google, Facebook und Amazon können also auch die kostenlose Wikipedia-API in ihrer bekannten Form weiterhin ohne Kosten nutzen. Die Konzerne nutzen die Infos aus der freien Online-Enzyklopädie unter anderem, um eigene Angebote damit zu füttern.
Die sogenannten Wissensboxen, die in Googles Suchergebnissen erscheinen, werden ebenso auf diesem Weg befüllt wie die Systeme hinter den Auskünften, die Sprachassistenten wie Google Assistant, Amazon Alexa oder Apple Siri liefern.
Daran wird sich wohl auch künftig wenig ändern, doch geht es der Stiftung vor allem darum, die finanzielle Realität ihrer Angebote mit der Mission der freien Verfügbarkeit von Wissen in Einklang zu bringen, heißt es.
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