Indonesien verspricht SpaceX eine Insel, die Bewohner laufen Sturm
SpaceX will rund um den Globus Startplätze für seine Raketen bauen, da kommt es natürlich gerade recht, dass der indonesische Präsident dem Unternehmen für diese Zwecke eine Insel anbietet. Allerdings hat man die Rechnung ganz ohne die Bewohner gemacht.
Fragt man die Bewohner der betroffenen Insel selbst, scheint die Antwort auf diese Frage sehr schnell gefunden. Wie der Guardian berichtet, sind diese wohl wild entschlossen, sich gegen die Pläne des Umbaus ihrer Insel zur Wehr zu setzen und üben umfassend Kritik an dem Vorhaben. So sei für die Zukunft der Insel "Abholzung und eine Zunahme der Militärpräsenz" zu erwarten, sollte SpaceX das Angebot annehmen.
Ein Stammeshäuptling auf der Insel, Manfun Sroyer, sieht sogar die Lebensweise seines Stammes vollständig bedroht. Er befürchte, dass seine Papuas aus ihren Häusern vertrieben werden. "Dieser Weltraumbahnhof wird uns unsere traditionellen Jagdgebiete kosten und die Natur zerstören, von der unsere Lebensweise abhängt." Protest ist aber nicht gern gesehen: "Wenn wir protestieren, werden wir sofort verhaftet", so Sroyer.
SpaceX bekommt ein Stück Land auf der Welt(T)rauminsel angeboten
Für SpaceX wäre es nichts Neues von einer schönen Insel zu starten, hatte die Geschichte der Raketenstarts des Unternehmens doch auf dem winzigen Eiland Omelek Island begonnen. Wie der Guardian berichtet, hatte Elon Musk im Dezember vom indonesischen President Joko Widodo das Angebot erhalten, einen Teil der kleinen Insel Biak in Papua in Zukunft als möglichen Startplatz für Starship & Co. zu nutzen. Aktuell prüft die Regierung mit Vertretern vor Ort, wie eine solche "Weltraum-Insel" aussehen könnte und was dieser Umbruch für die Inselbewohner bedeutet.Fragt man die Bewohner der betroffenen Insel selbst, scheint die Antwort auf diese Frage sehr schnell gefunden. Wie der Guardian berichtet, sind diese wohl wild entschlossen, sich gegen die Pläne des Umbaus ihrer Insel zur Wehr zu setzen und üben umfassend Kritik an dem Vorhaben. So sei für die Zukunft der Insel "Abholzung und eine Zunahme der Militärpräsenz" zu erwarten, sollte SpaceX das Angebot annehmen.
Ein Stammeshäuptling auf der Insel, Manfun Sroyer, sieht sogar die Lebensweise seines Stammes vollständig bedroht. Er befürchte, dass seine Papuas aus ihren Häusern vertrieben werden. "Dieser Weltraumbahnhof wird uns unsere traditionellen Jagdgebiete kosten und die Natur zerstören, von der unsere Lebensweise abhängt." Protest ist aber nicht gern gesehen: "Wenn wir protestieren, werden wir sofort verhaftet", so Sroyer.
Nichts Neues für die Inselbewohner
Seine Position nur ein Grad unter dem Äquator macht Biak zu einem sehr attraktiven Startplatz für Weltraum-Vorhaben, da hier Raketen mit weniger Treibstoff einen Orbit erreichen können. Das hatte 2002 auch schon Russland auf den Plan gerufen, das Land verfolgt auch heute noch die Absicht, auf der Insel Raketenstarts durchzuführen. SpaceX hält sich aktuell mit Aussagen zu Vorhaben in der Region zurück. Die Inselbewohner bekommen in Sachen Weltraum aber vorerst wohl keine Ruhe.
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