Endlich wieder: Upgrade auf der Erde macht Voyager 2-Kontakt möglich

Teleskop, Satellitenschüssel, Deep Space Station 43, DSS43 Bildquelle: NASA Teleskop, Satellitenschüssel, Deep Space Station 43, DSS43 Bildquelle: NASA
Seit Monaten herrschte Funkstille zwischen der Erde und einem der entferntesten Außenposten der Menschheit. Jetzt wurde nach Umbau eines Teleskops wieder Kontakt mit Voyager 2 aufgenommen. Das Ergebnis: Die Raumsonde erfreut sich weiterhin bester Gesundheit.

Für Monate keine Möglichkeit, Voyager 2 zu erreichen

Zum ersten Mal seit Mitte März hatte die NASA die Gelegenheit, mit Voyager 2 in Kontakt zu treten. Der Grund: Die Signale der Raumsonde können wegen ihrer Flugrichtung aus dem Sonnensystem nur von der südlichen Hemisphäre aus registriert werden, einziges Werkzeug für den Empfang ist hier die Deep Space Station 43 (DSS43) in Canberra, Australien. Und genau diese Station musste Anfang des Jahres wegen wichtiger Bauarbeiten vom Netz genommen werden - damit war auch der Kontakt zu Voyager 2 unterbrochen.

Wie die NASA jetzt unter der Überschrift "NASA kontaktiert Voyager 2 mit aktualisierter Deep Space Network Dish" schreibt, sind die wichtigsten Teile dieser Arbeiten seit Ende Oktober abgeschlossen, am 29. Oktober wurden dann erstmals seit 8 Monaten Befehle an die Raumsonde übermittelt. "Voyager 2 sandte ein Signal zurück, das bestätigte, dass sie den "Ruf" erhalten hatte, und führte die Befehle ohne Probleme aus", so die beteiligten Wissenschaftler erfreut.

Erster Austausch seit 47 Jahren

Der Umbau von DSS43 war dabei längst über­fällig und bezog sich auf fast alle Bereiche des Teleskops. Für die Kommunikation mit Voyager 2 war dabei aber vor allem ein Upgrade von entscheidender Bedeutung: Der Radio-Transmitter, der für eine Verbindung zu der Sonde sorgt, war im Zuge der Renovierungen das erste Mal seit seiner Installation vor 47 Jahren ausgetauscht worden. Dank zusätzlichen Upgrades beim Temperaturmanagement und der Energieversorgung soll das System jetzt wesentlich besser seinen Dienst leisten können.

"Was diese Aufgabe so einzigartig macht, ist die Tatsache, dass wir auf allen Ebenen der Antenne arbeiten, vom Sockel auf Bodenhöhe bis hinauf zu den Transmittern in der Mitte der Schüssel", sagte Brad Arnold, der DSN-Projektmanager im Jet Propulsion Lab der NASA in Südkalifornien. "Die Testkommunikation mit Voyager 2 zeigt uns definitiv, dass wir mit unserer Arbeit auf Kurs sind." Teleskop, Satellitenschüssel, Deep Space Station 43, DSS43 Teleskop, Satellitenschüssel, Deep Space Station 43, DSS43 NASA
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