Swisscom baut Antennen-Korridore:
So geht Gigabit-Mobilfunk im Zug
Die Ingenieure des Schweizer Telekommunikationskonzerns Swisscom haben eine Möglichkeit gefunden, mit der sich ein durchgängig starkes Signal in fahrenden Zügen realisieren lässt. Sie bauen quasi Antennenkorridore entlang der Strecken.
Bisher funktioniert die Mobilfunk-Abdeckung entlang der Bahnstrecken ebenso wie auch sonst überall. In größeren Abständen stehen hier Masten und decken mit ihren Reichweiten jeweils die Schienenwege ab. In einem sich schnell bewegenden Zug führt das aber zu ständig wechselnden Signalstärken, geschmälert wird die Bandbreite außerdem, weil eine Basisstation im Grunde stets gleich einen großen Block an Nutzern verarbeiten muss.
Die Swisscom hat daher auf einer Teststrecke von etwas über vier Kilometern einen Antennen-Korridor eingerichtet. In kurzen Abständen fährt der Zug hier durch ein dichtes Netz von Funkanlagen, die dicht an den Gleisen installiert sind und dadurch nur geringe Sendeleistungen benötigen. Die größte Herausforderung dürfte hier der schnelle Handover einer bestehenden Verbindung zwischen den Antennen sein. Das klappt aber wohl ziemlich gut.
Eine Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit des neuen System ist aber auch hier, dass die Züge mit Fenstern ausgestattet sind, die Funkstrahlung problemlos durchlassen. Lange wurden hauchdünne Metallfolien eingearbeitet, um die Aufheizung des Zuges bei Sonneneinstrahlung zu reduzieren - das aber bremst eben auch die Funksignale aus.
Die Swisscom hat daher auf einer Teststrecke von etwas über vier Kilometern einen Antennen-Korridor eingerichtet. In kurzen Abständen fährt der Zug hier durch ein dichtes Netz von Funkanlagen, die dicht an den Gleisen installiert sind und dadurch nur geringe Sendeleistungen benötigen. Die größte Herausforderung dürfte hier der schnelle Handover einer bestehenden Verbindung zwischen den Antennen sein. Das klappt aber wohl ziemlich gut.
Ausbau soll im nächsten Jahr starten
Im fahrenden Zug konnten die Ingenieure so Datenverbindungen mit Bandbreiten von 1,2 Gigabit pro Sekunde realisieren. Die Reaktionszeit von 5G war ganze vier Mal kürzer als bei 4G und lag bei gerade einmal 8 Millisekunden. Obwohl bereits zahlreiche Tests mit unterschiedlichen Zügen und Geschwindigkeiten durchgeführt wurden, sollen die Entwicklungs-Arbeiten noch bis ins erste Quartal des kommenden Jahres weitergehen. Anschließend soll ein Ausbau der Schweizer Bahnstrecken beginnen, wobei Swisscom auf einen Lösungsansatz setzt, der auch den anderen Providern offensteht.Eine Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit des neuen System ist aber auch hier, dass die Züge mit Fenstern ausgestattet sind, die Funkstrahlung problemlos durchlassen. Lange wurden hauchdünne Metallfolien eingearbeitet, um die Aufheizung des Zuges bei Sonneneinstrahlung zu reduzieren - das aber bremst eben auch die Funksignale aus.
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