Extrem sparsame Kohlenstoff-Schaltkreise werden jetzt realistisch
Auch Kohlenstoff ist ein heißer Kandidat, um in elektronischen Schaltkreisen das allgegenwärtige Silizium mit enormen Vorteilen zu ersetzen. Es mangelte allerdings an einigen Kettengliedern für die Herstellung - doch das könnte sich nun ändern.
Entsprechende Schaltkreise werden aus Leitern gebaut, die wie metallische Verbindungen funktionieren, aber eben aus einem Kohlenstoff gemacht sind. Aus diesen lassen sich dann Transistoren und entsprechend Chips fertigen, die sehr leistungsfähig und extrem stromsparend sind. Das besagte zumindest die Theorie, die sich auf die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse stützte.
An der University of California, Berkeley, schaffte man es nun allerdings tatsächlich, die Basis-Komponenten von Kohlenstoff-Schaltkreisen zu komplettieren. Diese Leitungen bestehen aus so genannten Graphen-Nanoribbons, das sind sehr schmale Streifen aus dem zweidimensionalen Graphengeflecht, aus denen sich gut Schaltkreise konstruieren lassen. Im Gegensatz zu Graphen, das man inzwischen recht gut synthetisieren kann, war die Streifenform bisher ziemlich kompliziert zu bauen - was sich aufgrund der jüngsten Forschungserfolge aber ändert.
Die Forscher, die mit Hochdruck an Kohlenstoff-Elektronik arbeiten, haben es vor allem auf die enormen Potenziale beim Energiesparen abgesehen. Bei gleicher Leistung benötigen die Schaltungen extrem viel weniger Energie als der klassische Silizium-Chip, da die Ladungen im Kohlenstoff äußerst effizient geleitet werden. Würde man Smartphones komplett auf dieser Grundlage konstruieren können, wären Akkulaufzeiten im Monatsbereich nicht unrealistisch.
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An der University of California, Berkeley, schaffte man es nun allerdings tatsächlich, die Basis-Komponenten von Kohlenstoff-Schaltkreisen zu komplettieren. Diese Leitungen bestehen aus so genannten Graphen-Nanoribbons, das sind sehr schmale Streifen aus dem zweidimensionalen Graphengeflecht, aus denen sich gut Schaltkreise konstruieren lassen. Im Gegensatz zu Graphen, das man inzwischen recht gut synthetisieren kann, war die Streifenform bisher ziemlich kompliziert zu bauen - was sich aufgrund der jüngsten Forschungserfolge aber ändert.
Ewige Laufzeit
Natürlich wurde auch versucht, die Nanoribbons durch andere Graphen-Strukturen zu ersetzen - beispielsweise durch die bekannteren Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Das funktioniert allerdings nicht besonders gut, da diese nicht so zuverlässig metallische Eigenschaften annehmen. Und diese werden gebraucht, um die halbleitenden Kohlenstoff-Strukturen miteinander zu verbinden und funktionierende Schaltkreise zu bauen.Die Forscher, die mit Hochdruck an Kohlenstoff-Elektronik arbeiten, haben es vor allem auf die enormen Potenziale beim Energiesparen abgesehen. Bei gleicher Leistung benötigen die Schaltungen extrem viel weniger Energie als der klassische Silizium-Chip, da die Ladungen im Kohlenstoff äußerst effizient geleitet werden. Würde man Smartphones komplett auf dieser Grundlage konstruieren können, wären Akkulaufzeiten im Monatsbereich nicht unrealistisch.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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