Flachsidee: Mit diesem neuen Werkstoff ersetzt Porsche die Kohlefaser
Porsche forscht an neuen Verbundmaterialien für den Karosseriebau. Ein Mix aus verschiedenen Naturfasern, unter anderem Holz und Flachs, feiert jetzt im großen Stil sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.
Zum Einsatz kommt der neue Biofaser-Verbundwerkstoff nun im größeren Umfang an einem Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport MR. Vorteil des Materials, welches im Grunde die Kohlefaser-Verbundwerkstoffe (CfK) ersetzt: Es ist verhältnismäßig günstig und besteht größtenteils aus nachwachsenden Rohstoffen, es ist leicht und benötigt einen geringeren Energieeinsatz bei der Herstellung als Kohlefaser. Dabei hat das Material ähnliche Eigenschaften wie Kohlefaser und erfüllt die hohen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen in gleichem Maße. Bezogen auf Gewicht und Steifigkeit besitzen die recycelbaren Biofaser-Verbundwerkstoffe mit CfK vergleichbare Werte.
Der Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport MR auf dem Nürburgring
Die Porsche-Ingenieure haben ihre Entwicklung jetzt im Detail vorgestellt. Das Material kommt anstelle der entsprechenden Metall- und Kunststoff-Spritzguss-Komponenten des Seriensportwagens zum Einsatz. Beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bekommt der GT4 nun ein vollständiges Karosseriekit aus Biofaser-Verbundwerkstoffen. Dabei verwendet Porsche bereits seit Anfang 2019 für beide Türen und für den Heckflügel des in Kleinserie produzierten Rennfahrzeugs einen Naturfasermix.
Neu wurden in diesem Jahr auch die Front- und Heckschürze, die Buglippe, Front- und Heckdeckel sowie die Kotflügel und der Diffusor inklusive seiner Aerodynamik-Finnen aus dem regenerativen Material hergestellt.
Grundlage des Materials ist Flachsfaser und für den Kern leichtes Balsaholz.
Der Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport MR auf dem Nürburgring
Die Porsche-Ingenieure haben ihre Entwicklung jetzt im Detail vorgestellt. Das Material kommt anstelle der entsprechenden Metall- und Kunststoff-Spritzguss-Komponenten des Seriensportwagens zum Einsatz. Beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bekommt der GT4 nun ein vollständiges Karosseriekit aus Biofaser-Verbundwerkstoffen. Dabei verwendet Porsche bereits seit Anfang 2019 für beide Türen und für den Heckflügel des in Kleinserie produzierten Rennfahrzeugs einen Naturfasermix.
Neu wurden in diesem Jahr auch die Front- und Heckschürze, die Buglippe, Front- und Heckdeckel sowie die Kotflügel und der Diffusor inklusive seiner Aerodynamik-Finnen aus dem regenerativen Material hergestellt.
Grundlage des Materials ist Flachsfaser und für den Kern leichtes Balsaholz.
Härtetest beim 24-Stunden-Rennen
Die Entwicklung basiert auf einer 2016 begonnenen Kooperation von Porsche, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), dem Fraunhofer WKI und dem Schweizer Unternehmen Bcomp. Das Team Four Motors unterzieht den Biofaser-718 Cayman GT4 Clubsport MR in Zusammenarbeit mit Project 1 Motorsport beim 24-Stunden-Rennen jetzt einem ersten Härtetest.Siehe auch:
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