Private Nutzer kommen in der IT-Security viel zu kurz
Die meisten Analysen zur Lage in Security-Bereich konzentrieren sich ziemlich einseitig auf spektakulärere Bedrohungen. Und das hat letztlich Folgen. Denn Risiken für den einfachen User werden längst nicht so stark gewichtet wie es angemessen wäre.
Ein Team von Sicherheits-Experten aus dem akademischen Bereich hat in Fleißarbeit ganze 700 Berichte zum Thema Cybersecurity ausgewertet, die in den Jahren 2009 bis 2019 veröffentlicht wurden. 629 Reports stammten dabei von kommerziellen Security-Unternehmen. Und nur in 13 Prozent dieser Veröffentlichungen wurden Bedrohungen für die Zivilgesellschaft - also private Nutzer und kleinere Organisationen - thematisiert.
Von den fraglichen 82 Publikationen stellten auch nur 22 den einfachen Privatnutzer auch mal in den Mittelpunkt. In den übrigen wurde dieser Bereich zumindest auch mit abgehandelt. Anders sah dies bei Berichten aus, die von unabhängigen Forschungsorganisationen wie Universitäten oder gemeinnützigen Verbänden veröffentlicht wurden. Hier standen die einfachen Anwender in den meisten Fällen im Vordergrund, wie das US-Magazin ZDNet berichtet.
Allerdings sorgt das natürlich auch für Probleme. Denn auf die fraglichen Reports stützen sich nicht nur die Manager in den angepeilten Unternehmen, sondern beispielsweise auch verantwortliche Politiker und Beamte, die Entscheidungen zum Schutz der Bevölkerung fällen müssen. Und diesen liegt dann eine schlicht zu einseitige Informationslage zugrunde.
Von den fraglichen 82 Publikationen stellten auch nur 22 den einfachen Privatnutzer auch mal in den Mittelpunkt. In den übrigen wurde dieser Bereich zumindest auch mit abgehandelt. Anders sah dies bei Berichten aus, die von unabhängigen Forschungsorganisationen wie Universitäten oder gemeinnützigen Verbänden veröffentlicht wurden. Hier standen die einfachen Anwender in den meisten Fällen im Vordergrund, wie das US-Magazin ZDNet berichtet.
Einseitige Entscheidungs-Grundlage
Das ist auch wenig verwunderlich. Denn die kommerzielle Security-Branche macht ihre Geschäfte nur zu geringem Teil mit Privatkunden. Zwar werden auch für diese verschiedene Produkte angeboten, der Umsatzanteil ist aber überschaubar. Wesentlich lukrativer sind hingegen die Verträge, die man mit Konzernen und großen Regierungsbehörden abschließen kann - und entsprechend will man natürlich besonders deutlich machen, welchen Gefahren sich diese aussetzen, wenn sie keine Verträge mit den Autoren abschließen.Allerdings sorgt das natürlich auch für Probleme. Denn auf die fraglichen Reports stützen sich nicht nur die Manager in den angepeilten Unternehmen, sondern beispielsweise auch verantwortliche Politiker und Beamte, die Entscheidungen zum Schutz der Bevölkerung fällen müssen. Und diesen liegt dann eine schlicht zu einseitige Informationslage zugrunde.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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