Kompakter Alleskönner: Apple MacBook Pro 13-Zoll (2020) im Test

Mobilität und Anschlüsse: Der adapterfreudige Langläufer

Auch wenn die Coronavirus-Pandemie derzeit private sowie berufliche Ausflüge einschränkt und viele aus dem Home-Office heraus arbeiten, kann sich die Mobilität des 1,4 kg leichten Apple MacBook Pro mit 13-Zoll-Display durchaus sehen lassen. Die vom Hersteller ver­spro­che­ne Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden wird in den meisten Fällen erreicht. Im Test konn­ten wir bei reiner Textverarbeitung und dem Surfen im Internet sogar die Prognose von Apple übertreffen, während das MacBook beim Video-Loop mit 1080p- und 4K-Material nach acht bis neun Stunden an die Steckdose musste. Apple MacBook Pro 13 Zoll (2020)Thunderbolt und Klinke: Die einzigen Anschlüsse am MacBook Pro Geladen wird bekanntlich über einen der vier Thunderbolt-3-Ports. Wer zusätzlich auf nor­mal­gro­ße USB-Anschlüsse (Typ-A) angewiesen ist, muss zu passenden Adaptern bzw. USB-C-Docks greifen. Dabei empfiehlt sich im stationären Bereich zum Beispiel das Elgato Thun­der­bolt Dock mit Gigabit-Ethernet. Unterwegs greifen wir hingegen gerne zu einem der vie­len günstigen USB-C-Adapter, die es unter anderem bei Amazon zu kaufen gibt. Abseits von Thunderbolt 3 zeigt sich am MacBook Pro lediglich eine 3,5mm-Klinkenbuchse als phy­si­scher Anschluss für Kopfhörer und Headsets.

Verbesserungswünsche: Es darf gerne noch etwas mehr sein

Obwohl die MacBooks oft mit viel Lob überschüttet werden, ist nicht alles Gold was glänzt. Den großen Boom von Videokonferenzen hat Apple im Notebook-Segment verschlafen. Auch das 2020er-Modell des MacBook Pro 13 setzt noch immer auf eine 720p-Webcam. Reagiert hat der US-amerikanische Hersteller bereits mit neuen iMacs, die ab sofort über eine Face­time HD-Kamera verfügen, die mit 1920 x 1080 Pixeln auflöst und somit eine deutlich bes­se­re Qualität abliefert. Ebenso bieten die All-in-Ones gegen einen Aufpreis von 600 Euro matte Displayoberflächen mit Nano-Texturglas, das sich viele Apple-Nutzer sicher auch gut auf Laptop-Bildschirmen vorstellen könnten. Apple MacBook Pro 13 Zoll (2020)Touch Bar: Ein Alleinstellungsmerkmal, das nur selten genutzt wird Zu guter Letzt könnte Apple über die Integration der Touch Bar nachdenken. Die ober­halb der Tastatur angebrachte LED-Leiste mit Touchscreen bietet zwar einige nette Zu­satz­op­tio­nen und personalisierbare Shortcuts, doch wirklich warm werden mit dieser scheinbar die wenigsten. Vor allem alteingesessene Mac-Besitzer, die sich über Jahre hinweg die wich­tigs­ten Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen eingeprägt haben, werfen selten einen Blick auf das Al­lein­stel­lungs­merk­mal der MacBook Pro-Modelle. Gerade im Bereich der Tastatur wird oft "blind" gegriffen. Ein zusätzlicher Blick nach unten will sich in unserem Fall nicht wirklich in einen effektiven Workflow einbinden.

Unser Fazit zum Apple MacBook Pro 13 Zoll (2020)

Mit dem Upgrade für das 13 Zoll große MacBook Pro dreht Apple unserer Meinung nach an den richtigen Stellschrauben. Die verbesserte Leistung der Intel-Prozessoren, moderner DDR4-Arbeitsspeicher und vor allem die flotten SSDs sprechen für sich und beschleunigen den Arbeitsalltag je nach Anwendung deutlich. Das neue Magic Keyboard mit Sche­ren­me­cha­nis­mus hat uns bereits im 16-Zoll-Modell überzeugt und sorgt nun auch in der Kom­pakt­klas­se dafür, dass Vielschreiber mit einer optimalen und hoffentlich weniger fehleranfälligen Tastatur ausgestattet werden. Apple MacBook Pro 13 Zoll (2020)Das 2020er-Upgrade des Apple MacBook Pro 13 Zoll kann sich sehen lassen Die Verbesserungen trösten schnell darüber hinweg, dass sich am Design über die letzten Jahre nur wenig getan hat. Ein Blick auf das iMac-Portfolio zeigt aber, dass Apple die Luft nach oben hin im nächsten Jahr nutzen könnte. Vor allem über eine verbesserte Webcam und ein entspiegeltes Retina-Display würden nicht nur wir uns freuen. Kommen dann noch schmalere Bildschirmrahmen und Technologien wie Wi-Fi 6 (WLAN-ax) ins Spiel, könnte sich das MacBook Pro noch einmal deutlich von der aufholenden Windows-Konkurrenz absetzen. Doch diese Themen sind bekanntlich unbestätigte Zukunftsmusik.

Obwohl unsere Wunschliste hin zur Perfektion noch einige wenige Punkte enthält, können wir unser Fazit aus dem Testbericht des MacBook Pro 16 nahezu eins zu eins für den kompakten 13-Zöller übernehmen. Apple bietet auch hier ein starkes Gesamtpaket mit überzeugender Performance, ausgezeichneten Eingabegeräten und einem hervorragenden Bildschirm. Kom­bi­niert mit einer langen Akkulaufzeit und hochwertigem Gehäuse, lohnt es sich, die In­ves­ti­tion von über 2000 Euro in Betracht zu ziehen.
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