Werbeboykott gegen Facebook:
Geld sparen bei geringem Risiko
Der aktuelle Werbe-Boykott gegen das Social Network ist alles andere als ein echtes Engagement. Wer mitmacht, geht keinerlei Risiko ein, spart Geld und bekommt mehr Werbewirkung als bei einer Fortsetzung der Anzeigenprogramme.
Aktuell müssten viele Unternehmen aufgrund der Folgen der Corona-Krise sparen und können sich auf der anderen Seite sehr verantwortungsvoll darstellen, wenn sie die Bürgerrechtsproteste unterstützen, erläuterte John Marcinuk, Marketing-Chef von Blue Fountain Media, laut einem Bericht von MarketWatch. Im Grunde kommt die Gelegenheit vielen Werbetreibenden daher durchaus gelegen.
"Indem sie die Anzeigen abziehen, sparen sie Geld und geben ein Statement mit geringem Risiko ab, während sie positive Aufmerksamkeit und Werbewirksamkeit für ihre Marke erhalten", bestätigte auch Gerard Francis Corbett, ein Berater für Kommunikationsstrategien. In den meisten Fällen seien politische Stellungnahmen von Unternehmen mit einem gewissen Risiko verbunden, einen Teil der Kundschaft zu verprellen. Wenn man sich damit aber gegen diskriminierende Inhalte auf Facebook einsetzen will, könne man im Grunde kaum etwas falsch machen.
Die Werbeexperten sehen aber auch für Facebook nur begrenzte Folgen. Denn die Aktion ist ohnehin auf einen Monat begrenzt. Und es ist auch nicht das erste Mal, dass Firmen ihre Werbe-Etats von der Plattform abziehen - auch nach dem Cambridge Analytica-Skandal gab es bereits entsprechende Reaktionen. Sobald die Aufregung allerdings etwas abgeflaut war, kamen die Werber alle wieder zurück.
"Indem sie die Anzeigen abziehen, sparen sie Geld und geben ein Statement mit geringem Risiko ab, während sie positive Aufmerksamkeit und Werbewirksamkeit für ihre Marke erhalten", bestätigte auch Gerard Francis Corbett, ein Berater für Kommunikationsstrategien. In den meisten Fällen seien politische Stellungnahmen von Unternehmen mit einem gewissen Risiko verbunden, einen Teil der Kundschaft zu verprellen. Wenn man sich damit aber gegen diskriminierende Inhalte auf Facebook einsetzen will, könne man im Grunde kaum etwas falsch machen.
Begrenzte Folgen für Facebook
Im Endeffekt bekommen die meisten Beteiligen an der aktuellen Boykott-Aktion somit für wesentlich weniger Einsatz eine viel größere Außendarstellung, als es bei der Schaltung von Reklame auf dem Social Network je möglich wäre. Das ist in Zeiten knapper Kassen und wenn die Kaufkraft bei den Verbrauchern ohnehin nicht besonders hoch ist, eine verlockende Sache.Die Werbeexperten sehen aber auch für Facebook nur begrenzte Folgen. Denn die Aktion ist ohnehin auf einen Monat begrenzt. Und es ist auch nicht das erste Mal, dass Firmen ihre Werbe-Etats von der Plattform abziehen - auch nach dem Cambridge Analytica-Skandal gab es bereits entsprechende Reaktionen. Sobald die Aufregung allerdings etwas abgeflaut war, kamen die Werber alle wieder zurück.
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