Neue Konsolen-Generation setzt NAND-Hersteller massiv unter Druck
Die Hersteller von Flash-Speicherchips arbeiten seit geraumer Zeit am Limit. Die Situation dürfte sich in den kommenden Monaten noch einmal verschärfen, denn jetzt wollen auch die Produzenten der neuen Konsolen-Generation satte Mengen abbekommen.
In der Halbleiter-Industrie rechnet man damit, dass die Nachfrage nach den Flash-Komponenten im dritten Quartal massiv steigen werde. Denn dann läuft die Produktion der neuen Spielekonsolen, die dann im Vorweihnachtsgeschäft abverkauft werden sollen, auf Hochtouren. Erstmals sind die neuen Modelle dann gleich ab dem Start der ersten Version mit großen, leistungsfähigen SSDs ausgestattet. Die Playstation 5 bringt beispielsweise gleich mal 825 Gigabyte Kapazität mit, während die kommende Microsoft Konsole, Xbox Series X, sogar mit einem vollen Terabyte Festplattenkapazität auf den Markt kommt.
Das Branchenmagazin DigiTimes berichtet nun unter Berufung auf Quellen in der Industrie, dass man sich versuche, auf den wachsenden Bedarf einzustellen. Leicht wird das sicherlich nicht. Denn die Produzenten verbuchten zuletzt zwar eine leichte Entspannung, doch waren die vergangenen Jahre davon geprägt, dass sie kaum mit der schnell wachsenden Nachfrage hinterherkamen.
Die Branche baut zwar immer neue und größere Fertigungsanlagen, doch ging es damit einfach nicht schnell genug. Denn um heute mit einem modernen Halbleiterwerk auf dem Weltmarkt mithalten zu können, müssen schnell mal Milliarden-Beträge investiert werden. Das können sich immer weniger Unternehmen leisten, so dass kleinere Anbieter auf der Strecke bleiben und die großen mit dem Planen und Bauen kaum noch nachkommen.
Das Branchenmagazin DigiTimes berichtet nun unter Berufung auf Quellen in der Industrie, dass man sich versuche, auf den wachsenden Bedarf einzustellen. Leicht wird das sicherlich nicht. Denn die Produzenten verbuchten zuletzt zwar eine leichte Entspannung, doch waren die vergangenen Jahre davon geprägt, dass sie kaum mit der schnell wachsenden Nachfrage hinterherkamen.
Branche versucht Schritt zu halten
Der wesentliche Faktor waren dabei die Smartphones, die regelmäßig mit immer größeren Speichermengen ausgeliefert wurden. Es ist noch nicht lange her, dass 16 Gigabyte selbst bei den besseren Mobiltelefonen der Standard waren. Heute gehören 256- und 512-Gigabyte-Modelle sogar in der Mittelklasse zur üblichen Ausstattung. Parallel dazu ging auch die Nachfrage aus dem klassischen PC-Segment nach oben, wo SSDs inzwischen in den meisten Fällen die Festplatte als erstes Speichermedium abgelöst haben.Die Branche baut zwar immer neue und größere Fertigungsanlagen, doch ging es damit einfach nicht schnell genug. Denn um heute mit einem modernen Halbleiterwerk auf dem Weltmarkt mithalten zu können, müssen schnell mal Milliarden-Beträge investiert werden. Das können sich immer weniger Unternehmen leisten, so dass kleinere Anbieter auf der Strecke bleiben und die großen mit dem Planen und Bauen kaum noch nachkommen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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