Kosmisches Billard: Faszinierendes Planeten-Gekugel im Zentrum
Während unser Sonnensystem in der Milchstraße eher eine Außenseiterrolle einnimmt, geht es Richtung Zentrum immer mehr rund. Eine neue Studie zeichnet jetzt ein faszinierendes Bild, nach dem eine Mehrzahl der Planeten im Galaxie-Mittelpunkt ein Gravitations-Billard veranstalten.
Im Zentrum der Milchstraße geht es richtig rund
Wie Spektrum schreibt, haben die New Yorker Astrophysiker Moiya McTier, David Kipping und Kathryn Johnston ein Papier vorgelegt, das sich die Bewegung von Sonnen und Planeten im Zentrum unsere Galaxie zum Gegenstand genauer Untersuchungen macht, wo in kosmischen Verhältnissen eine relative räumliche Enge herrscht. Die konkrete Fragestellung: Wie häufig kommen sich Sonnen in der Zentralregion so nahe, dass Planeten aus der Bahn um ihre Sterne geworfen werden?
Radioteleskop 'Meerkat' liefert die bisher schärfste Aufnahme des Zentrums unserer Galaxie
Die Antwort auf diese Frage legt nahe, dass die Entwicklung im Zentrum der Milchstraße nichts mit unseren Sonnensystem gemein hat. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass innerhalb einer Milliarde Jahre rund 80 Prozent der Sterne einen so dichten Vorbeiflug an einem anderen Stern erleben, dass die Gravitation die Systeme buchstäblich durcheinanderwirbeln kann.
Als potenziell gefährlicher Vorbeiflug werden von den Forschern hier Begegnungen mit einem Abstand von 1000 Astronomischen Einheiten (AE) eingestuft - AE ist als Abstand von Erde zur Sonne definiert. In kosmischen Zusammenhängen ist das eine durchaus dichte Begegnung - zum Vergleich: Der nächste Sonnensystem-Nachbar der Erde, Alpha Centauri, ist 269.000 AE entfernt.
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Fast 80 Prozent der Planeten im Galaxiezentrum werden aus ihrer Bahn geworfen
Die Erde und das Sonnensystem sind mit einer Entfernung von 26.000 Lichtjahren vom Zentrum der Milchstraße kosmisch gesehen eher in einer verschlafenen Randregion eines Seitenarms platziert. Die Position in einem Seitenarm ist aber für das Sonnensystem ein echter Glücksfall, sorgt sie doch für relativ ruhige Verhältnisse. Eine neue Studie zeigt jetzt, dass es für Sonnensysteme und Planeten Richtung Zentrum der Milchstraße nur wenig Hoffnung gibt, über lange Zeit stabile Systeme zu bilden.
Im Zentrum der Milchstraße geht es richtig rund
Wie Spektrum schreibt, haben die New Yorker Astrophysiker Moiya McTier, David Kipping und Kathryn Johnston ein Papier vorgelegt, das sich die Bewegung von Sonnen und Planeten im Zentrum unsere Galaxie zum Gegenstand genauer Untersuchungen macht, wo in kosmischen Verhältnissen eine relative räumliche Enge herrscht. Die konkrete Fragestellung: Wie häufig kommen sich Sonnen in der Zentralregion so nahe, dass Planeten aus der Bahn um ihre Sterne geworfen werden?
Radioteleskop 'Meerkat' liefert die bisher schärfste Aufnahme des Zentrums unserer Galaxie
Die Antwort auf diese Frage legt nahe, dass die Entwicklung im Zentrum der Milchstraße nichts mit unseren Sonnensystem gemein hat. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass innerhalb einer Milliarde Jahre rund 80 Prozent der Sterne einen so dichten Vorbeiflug an einem anderen Stern erleben, dass die Gravitation die Systeme buchstäblich durcheinanderwirbeln kann.
Als potenziell gefährlicher Vorbeiflug werden von den Forschern hier Begegnungen mit einem Abstand von 1000 Astronomischen Einheiten (AE) eingestuft - AE ist als Abstand von Erde zur Sonne definiert. In kosmischen Zusammenhängen ist das eine durchaus dichte Begegnung - zum Vergleich: Der nächste Sonnensystem-Nachbar der Erde, Alpha Centauri, ist 269.000 AE entfernt.
Schaden in Simulationen berechnet
Simulationen zeigen dann die möglichen Effekte dieses kosmischen Gravitations-Billard auf: Bei einer Begegnung von 1000 AE würden sich demnach die Umlaufbahnen der Planeten vergrößern, wenn die vorbeiziehende Sonne eine deutlich größere Masse aufweist. Kommt es zu einer Annäherung auf 100 AE, würden 60 Prozent der Planeten aus dem System geschleudert - nach Schätzungen gibt es in der Milchstraße zig Milliarden dieser Planeten-Vagabunden ohne Stern-Umlaufbahn.Download Kerbal Space Program - Raketenwissenschaft selbstgemacht
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