Netflix pulverisiert Erwartungen, erlebt Ansturm wegen des Coronavirus
Die Welt sitzt seit Wochen zu Hause und versucht dem Coronavirus aus dem Weg zu gehen, um die Verbreitung von Covid-19 einzudämmen. Und was macht man in der Isolation? Fernsehen. Davon profitieren die Streaming-Anbieter und insbesondere Netflix.
Für große Teile der Wirtschaft ist die Coronakrise natürlich eine Katastrophe, es gibt aber natürlich auch Unternehmen, die davon profitieren. Das gilt vor allem für jene Anbieter, die Dienste für zu Hause anbieten. Das betrifft Arbeitslösungen wie Microsoft Teams und Zoom, in der Freizeit spielen Streaming-Dienste eine wesentliche Rolle.
In Summe hat der Streaming-Dienst mit dem roten N nun weltweit 182 Millionen Abonnenten. Auf den Umsatz hat sich das allerdings noch nicht ausgewirkt, denn hier vermeldete Netflix für das erste Quartal des Jahres 5,77 Milliarden Dollar, das lag praktisch exakt im Rahmen der Erwartungen bzw. Voraussagen.
Dazu kommt, dass Netflix irgendwann die neuen Inhalte ausgehen könnten. Das Unternehmen hat zwar bereits zuvor mitgeteilt, dass man noch eine ganze Weile lang Neues liefern kann, sollten die Produktionen (auch von Partnern) noch viel länger stillstehen, dann könnte aber auch Netflix ein Problem bekommen.
Siehe auch: Netflix hat genügend Inhalte für die nächsten Monate (aber nicht Jahre)
Erwartungen übertroffen: Doppelt so viele neue Kunden
Netflix konnte einen regelrechten Besucheransturm erleben. Denn der Streaming-Marktführer konnte sage und schreibe 15,8 Millionen neuer Abonnenten gewinnen. Das ist mehr als das Doppelte des ursprünglich Erwarteten, denn gerechnet hat man mit "nur" 7,2 Millionen neuen Kunden. Dieses explosive Wachstum ist auch deshalb erstaunlich, da Netflix in den vergangenen Monaten und Quartalen eigentlich immer weniger neue Abos an Frau und Mann bringen konnte.In Summe hat der Streaming-Dienst mit dem roten N nun weltweit 182 Millionen Abonnenten. Auf den Umsatz hat sich das allerdings noch nicht ausgewirkt, denn hier vermeldete Netflix für das erste Quartal des Jahres 5,77 Milliarden Dollar, das lag praktisch exakt im Rahmen der Erwartungen bzw. Voraussagen.
Ein "Abo-Kater" könnte später folgen
Netflix warnt allerdings in seinem Brief an Anleger (PDF), dass das Plus an Abonnenten wahrscheinlich keinen nachhaltigen Effekt haben wird. Denn darin heißt es, dass ein Teil des "Lockdown-Wachstums sich als Vorzieheffekt erweisen" und auf Kosten des "mehrjährigen organischen Wachstum" gehen wird. Das bedeutet, dass sich die Abo-Zugewinne in den Quartalen nach dem Ende der Isolationsmaßnahmen entsprechend stark verlangsamen werden.Dazu kommt, dass Netflix irgendwann die neuen Inhalte ausgehen könnten. Das Unternehmen hat zwar bereits zuvor mitgeteilt, dass man noch eine ganze Weile lang Neues liefern kann, sollten die Produktionen (auch von Partnern) noch viel länger stillstehen, dann könnte aber auch Netflix ein Problem bekommen.
Siehe auch: Netflix hat genügend Inhalte für die nächsten Monate (aber nicht Jahre)
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