Google ringt um Relevanz:
Meet bekommt Galerie-Ansicht wie bei Zoom

Microsoft und Google versuchen sich händeringend dem Erfolg des Video-Conferencing-Tools Zoom anzupassen und ihre Produkte entsprechend zu modifizieren. Nachdem Microsoft Teams bereits verändert wurde, erhält das frisch umbenannte Google Meet jetzt ein Layout im Stil von Zoom.
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Zoom Video Communications
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, versucht Google die für Firmenkunden konzipierte Variante von Hangouts, die seit kurzem unter dem neuen Namen Google Meet vermarktet wird, unter Hochdruck zu einer Alternative für Zoom umzugestalten. Unter anderem ist Meet jetzt direkt aus Gmail heraus zu erreichen, allerdings nur für kommerzielle Nutzer, Schulen und andere Bildungseinrichtungen.

Eine für manche Zoom-User wohl interessantere Neuerung, die Google Meet erhalten soll, ist jedoch die neue Möglichkeit, die Video-Feeds von bis zu 16 Teilnehmern eines Konferenzgesprächs in einer Art Übersicht in Kachelform anzuzeigen. Damit reagiert Google offensicht auf das Interesse der Nutzer an einer solchen Funktion, die bei Zoom die Darstellung von bis zu 25 Teilnehmern ermöglicht.

Weitere Änderungen geplant

Darüber hinaus will Google dem Bericht zufolge auch eine bessere Videoqualität bei schlechter Ausleuchtung und eine verbesserte Filterung von Umgebungslärm realisieren. Außerdem arbeitet Google an der Option, während eines Konferenzgesprächs einen bestimmten Tab aus dem Chrome-Browser in Meet anzeigen zu lassen.

Die Conferencing-Lösung Zoom hat sich in den letzten Wochen und Monaten vielerorts zu einer bevorzugten Kommunikationsmethode entwickelt, nicht nur in Unternehmen. Microsoft und Google bieten zwar seit langem mit Skype und Hangouts Werkzeuge an, die ähnliche Aufgaben übernehmen können, doch konnte dies den Siegeszug von Zoom nicht stoppen.

Mit den geplanten Änderungen könnte Google Meet durchaus zu einer brauchbaren Alternative werden, vor allem auch, weil die Premium-Features von Googles-Diensten für Unternehmen bis Ende September kostenlos zur Verfügung stehen. Zoom hat unterdessen angekündigt, verstärkt in den Datenschutz und die Sicherheit seines Produkts zu investieren, nachdem aufgrund der gestiegenen Popularität diverse teilweise schwerwiegende Kritikpunkte bekannt wurden.

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