Sonnensystem wächst offiziell:
139 neue Zwergplaneten entdeckt
Wissenschaftler haben Datensätze nach unbekannten Himmelskörpern durchforstet, die hinter dem Pluto ihre Bahnen ziehen. Das Ergebnis: Das Sonnensystem ist um 139 Zwergplaneten reicher. Schätzungen gehen davon aus, dass Tausende weitere noch auf ihre Entdeckung warten.
Das Cerro Tololo Observatory lieferte die Daten
Basis dieser Entdeckung waren Daten, die mit dem Cerro Tololo Observatory in der Atacamawüste in Chile gewonnen wurden. Beim sogenannten Dark Energy Survey (DES) wurde eine 520-Megapixel-Kamera eigentlich dafür genutzt, um aus der Beobachtung von Supernovae und Galaxien Rückschlüsse auf die Dunkle Energie möglich zu machen. Allerdings eignet sich die eingesetzte Technik auch dazu, um besonders lichtschwache Objekte am Rande des Sonnensystems zu erkennen.
Der Kuipergürtel gibt nur Stück für Stück seine Geheimnisse preis
Für die Forscher galt es dafür, sieben Milliarden schwache Lichtpunkte aus rund vier Jahren Observation genauer unter die Lupe zu nehmen. Das erste Kriterium: Objekte in unserem Sonnensystem müssen mindestens sechs Nächte in Folge in den Daten zu finden sein und dabei ihre Position nach einem bestimmten Muster verändern. In einer weiteren Überprüfung dieser Kandidaten wurde dann genauer ermittelt, ob die Positionsveränderungen zu transneptunischen Opjekten passt. Die Methode soll die Suche nach transneptunischen Zwergplaneten in Zukunft deutlich erleichtern.
Die Analyse liefert dabei auch Erkenntnisse zum Kuipergürtel selbst: "Wir haben keine Transneptunier mit einer Bahnneigung von mehr als 55 Grad zur Ekliptik gefunden, obwohl der Survey in diesem Bereich sehr sensitiv ist", sagen Bernstein und seine Kollegen. Die Schlussfolgerung: Das bisher gültige Bild, das den Kuipergürtel als einen abgeflachten Ring beschreibt, wird damit gefestigt.
Die Planeten-Familie des Sonnensystems ist deutlich gewachsen
Dass hinter der Bahn des Neptun in Sachen Himmelskörper reges Treiben herrscht, war auch bisher bekannt. Die Region trägt wegen der Ansammlung an Objekten, die von kleinen Brocken bis zu Zwergplaneten reichen, den Namen Kuipergürtel. Jetzt haben Forscher rund um Gary Bernstein von der University of Pennsylvania in Philadelphia laut Scinexx einen großen Datensatz nach Objekten durchforstet, die in dieser Region ihre Bahnen ziehen. Das Ergebnis: Der Katalog des Sonnensystems ist um 139 Zwergplaneten reicher.
Das Cerro Tololo Observatory lieferte die Daten
Basis dieser Entdeckung waren Daten, die mit dem Cerro Tololo Observatory in der Atacamawüste in Chile gewonnen wurden. Beim sogenannten Dark Energy Survey (DES) wurde eine 520-Megapixel-Kamera eigentlich dafür genutzt, um aus der Beobachtung von Supernovae und Galaxien Rückschlüsse auf die Dunkle Energie möglich zu machen. Allerdings eignet sich die eingesetzte Technik auch dazu, um besonders lichtschwache Objekte am Rande des Sonnensystems zu erkennen.
Der Kuipergürtel gibt nur Stück für Stück seine Geheimnisse preis
Für die Forscher galt es dafür, sieben Milliarden schwache Lichtpunkte aus rund vier Jahren Observation genauer unter die Lupe zu nehmen. Das erste Kriterium: Objekte in unserem Sonnensystem müssen mindestens sechs Nächte in Folge in den Daten zu finden sein und dabei ihre Position nach einem bestimmten Muster verändern. In einer weiteren Überprüfung dieser Kandidaten wurde dann genauer ermittelt, ob die Positionsveränderungen zu transneptunischen Opjekten passt. Die Methode soll die Suche nach transneptunischen Zwergplaneten in Zukunft deutlich erleichtern.
Viele neue Objekte
Insgesamt konnten bei der aktuellen Durchmusterung so 316 transneptunische Objekte katalogisiert werden, darunter eben auch die 139 Zwergplaneten, die vorher nicht beobachtet worden waren. Die Bahnen der am weitesten entfernten Objekte sind dabei "150 bis 250 Mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde", so Scinexx.Die Analyse liefert dabei auch Erkenntnisse zum Kuipergürtel selbst: "Wir haben keine Transneptunier mit einer Bahnneigung von mehr als 55 Grad zur Ekliptik gefunden, obwohl der Survey in diesem Bereich sehr sensitiv ist", sagen Bernstein und seine Kollegen. Die Schlussfolgerung: Das bisher gültige Bild, das den Kuipergürtel als einen abgeflachten Ring beschreibt, wird damit gefestigt.
Thema: