Razzia deckt gewerbsmäßige Schwarzarbeit bei Amazon Österreich auf
In wenigen Wochen will Amazon in Österreich ein neues Verteilzentrum vor den Toren Wiens eröffnen. Schon jetzt sind die Behörden dabei alarmiert: Sie vermuten "gewerbsmäßige Schwarzarbeit" bei den Amazon-Lieferpartnern und haben daher eine Großrazzia durchgeführt.
Öffentlich wurde der Vorfall nur durch einen Zufall. Ein Journalist der überregionalen österreichischen Tageszeitung Die Presse war an dem Tag der Razzia vor Ort - eingeladen von Amazon, um das neue Verteilzentrum zu zeigen. Von der Razzia wurden dann alle überrascht. Über 60 Personen der Finanzpolizei (die gehört zum Bundesministerium für Finanzen Österreich) riegelten die Ein- und Ausfahrten ab und kontrollierten über mehrere Stunden alle ankommenden und fahrenden Fahrzeuge. Das neue Amazon-Verteilzentrum in Großrebersdorf in der Nähe von Wien ist dabei noch nicht einmal in den regulären Betrieb gegangen, das soll erst im April soweit sein. Aktuell laufen dort vor allem Vorbereitungen, das heißt das Lager wird befüllt und erste Testläufe starten.
Seit langem stehen die Auftragsunternehmen von Amazon im Verdacht der "gewerbsmäßigen Schwarzarbeit". Dabei haben die Unternehmen häufig Scheinfirmen gegründet und führen keine Abgaben für die Angestellten ab. Dem Staat entgehen durch solche Geschäfte jährlich auch in Deutschland Millionen an Steuergeldern. Die Mitarbeiter werden dabei häufig als geringfügig Beschäftigte geführt, arbeiten aber in der Realität Vollzeit.
Bei Amazon in Österreich wurden die Behörden bei der Kontrolle schnell fündig. Sie prüften 36 Betriebe und 174 Dienstnehmer. In 49 Fällen wurden dabei arbeitsrechtliche Verstöße aufgedeckt, eine Scheinfirma mit 20 Beschäftigten ging den Fahndern ins Netz und Forderungspfändungen in Höhe von 185.000 Euro wurden durchgesetzt. In diesen Fällen hatten die Auftragsunternehmen Schulden bei den Finanzämtern. Amazon betonte gegenüber der Presse, dass man Lieferanten zur Einhaltung aller Gesetze verpflichte. Der Konzern werde "unverzüglich Maßnahmen" gegen die negativ aufgefallenen Firmen ergreifen.
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Amazons Partnerfirmen stehen im Visier der Behörden
Im Fokus der Ermittlung steht dabei nicht direkt das US-Unternehmen Amazon, sondern Partnerfirmen. Diese sind für Anlieferung von Waren zuständig und übernehmen auch die Auslieferung an die Endkunden.Seit langem stehen die Auftragsunternehmen von Amazon im Verdacht der "gewerbsmäßigen Schwarzarbeit". Dabei haben die Unternehmen häufig Scheinfirmen gegründet und führen keine Abgaben für die Angestellten ab. Dem Staat entgehen durch solche Geschäfte jährlich auch in Deutschland Millionen an Steuergeldern. Die Mitarbeiter werden dabei häufig als geringfügig Beschäftigte geführt, arbeiten aber in der Realität Vollzeit.
Bei Amazon in Österreich wurden die Behörden bei der Kontrolle schnell fündig. Sie prüften 36 Betriebe und 174 Dienstnehmer. In 49 Fällen wurden dabei arbeitsrechtliche Verstöße aufgedeckt, eine Scheinfirma mit 20 Beschäftigten ging den Fahndern ins Netz und Forderungspfändungen in Höhe von 185.000 Euro wurden durchgesetzt. In diesen Fällen hatten die Auftragsunternehmen Schulden bei den Finanzämtern. Amazon betonte gegenüber der Presse, dass man Lieferanten zur Einhaltung aller Gesetze verpflichte. Der Konzern werde "unverzüglich Maßnahmen" gegen die negativ aufgefallenen Firmen ergreifen.
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