Katastrophaler Bug: Raumkapsel von Boeing erhielt im Orbit ein Update
Der erste unbemannte Testflug des Starliner, mit dem Boeing im Auftrag der NASA einmal Astronauten zur ISS befördern soll, war spektakulär gescheitert. Jetzt wurde bekannt, dass ein Softwarefehler nur wenige Stunden vor einem kritischen Manöver beseitigt werden konnte.
Das Andocken an die ISS wird ...
...nach Pannenserie wohl noch dauern
Wie Paul Hill, Mitglied der Gremiums, das den Vorfall untersucht hatte, ausführt, war das Problem in Tests entdeckt worden, während sich Starliner noch im Orbit befand. "Auch wenn diese Anomalie während des Fluges beseitigt wurde, hätte sie, wenn sie nicht korrigiert worden wäre, zu fehlerhaften Triebwerkszündungen und unkontrollierten Bewegungen während der Trennung des Servicemoduls führen können", so Hill. Eine Beseitigung des Fehlers sei erst zwei Stunden vor dem Ende der ohnehin wegen Pannen angepassten Mission durch ein Update im Orbit beseitigt worden, so Spacenews.
Die Folge: Die NASA will vor weiteren Test jetzt die gesamte Software-Entwicklung und im Speziellen die Qualitätskontrolle von Boeing auf den Prüfstand stellen. "Das Gremium hat große Sorge, was die Genauigkeit der Verifizierungsprozesse von Boeing angeht", so Hill weiter. Dabei sei eine Untersuchung der Software-Test-Prozesse des Unternehmens aber nicht genug: "Wir empfehlen eine weitreichende Untersuchung und korrektives Eingreifen in Boeings Prozesse." Boeing hat in einem ersten Statement die erwartbaren Auswirkungen bei einer Nicht-Korrektur der Fehler als "unklar" bezeichnet, akzeptiert aber die Schlussfolgerungen der NASA. Man rechne damit, dass Ende Februar eine Entscheidung zu einem weiteren Testflug getroffen werde.
Nach mehreren Fehlern half nur ein Patch im Orbit
Eigentlich sollte der Starliner bei seinem unbemannten Test an der ISS andocken und dann zur Erde zurückkehren - SpaceX hatte einen ähnlichen Test bei seiner Demo-1-Mission mit der Crew-Dragon-Kapsel erfolgreich absolviert. Nachdem der Anflug an die Raumstation aber schon kurze Zeit nach dem Start abgebrochen werden musste, hatte Boeing verkündet, dass eine fehlerhafte Zeitschaltung in der Software zu falschen Steuerimpulsen geführt hatte. Die Kapsel konnte zwar im Orbit stabilisiert werden, die Hauptmission war damit aber nicht mehr zu erfüllen. Eine genaue Untersuchung zeigt jetzt auf: Ein weiterer Fehler in der Software der Kapsel war so schwerwiegend, dass er zu einem "katastrophales Versagen" hätte führen können.
Das Andocken an die ISS wird ...
...nach Pannenserie wohl noch dauern
Wie Paul Hill, Mitglied der Gremiums, das den Vorfall untersucht hatte, ausführt, war das Problem in Tests entdeckt worden, während sich Starliner noch im Orbit befand. "Auch wenn diese Anomalie während des Fluges beseitigt wurde, hätte sie, wenn sie nicht korrigiert worden wäre, zu fehlerhaften Triebwerkszündungen und unkontrollierten Bewegungen während der Trennung des Servicemoduls führen können", so Hill. Eine Beseitigung des Fehlers sei erst zwei Stunden vor dem Ende der ohnehin wegen Pannen angepassten Mission durch ein Update im Orbit beseitigt worden, so Spacenews.
Die Folge: Die NASA will vor weiteren Test jetzt die gesamte Software-Entwicklung und im Speziellen die Qualitätskontrolle von Boeing auf den Prüfstand stellen. "Das Gremium hat große Sorge, was die Genauigkeit der Verifizierungsprozesse von Boeing angeht", so Hill weiter. Dabei sei eine Untersuchung der Software-Test-Prozesse des Unternehmens aber nicht genug: "Wir empfehlen eine weitreichende Untersuchung und korrektives Eingreifen in Boeings Prozesse." Boeing hat in einem ersten Statement die erwartbaren Auswirkungen bei einer Nicht-Korrektur der Fehler als "unklar" bezeichnet, akzeptiert aber die Schlussfolgerungen der NASA. Man rechne damit, dass Ende Februar eine Entscheidung zu einem weiteren Testflug getroffen werde.
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