Klima: Simulationen der Erde drehen Richtung Worst-Case-Szenario
Daten unzähliger Messstationen fließen in die Supercomputer vieler Forschungseinrichtungen und dienen dort als Basis für die Berechnungen mit diversen Klimamodellen. Und diese Algorithmen liefern seit einigen Monaten zunehmend beunruhigende Werte.
Bei den Klimamodellen, von denen in letzter Zeit so oft die Rede ist, handelt es sich im Grunde um Simulationen der Erde. Diese können natürlich nur ein grobes Bild liefern, da nicht jeder einzelne Parameter der klimatischen Entwicklung Berücksichtigung finden kann - selbst wenn man ein sehr viel umfassenderes Datenraster hätte, würde die Berechnung selbst die schnellsten Supercomputer komplett überlasten. Aber man kann Näherungswerte erreichen.
Für gewöhnlich nimmt man ein Modell und füttert es mit Daten aus der Vergangenheit. Wenn damit dann ein Ergebnis erreicht wird, das die Zustände der Gegenwart recht zutreffend beschreibt, kann man auch davon ausgehen, dass aktuelle Daten Prognosen über die Zukunft zulassen, die mit einer signifikanten Wahrscheinlichkeit eintreffen werden. Weltweit sind inzwischen hunderte solcher Modelle im Einsatz und deren Ergebnisse werden wiederum miteinander verwoben, um noch bessere Vorhersagen anstellen zu können.
Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg nun berichtet, laufen die Prognosen seit einiger Zeit aber in eine Richtung, die den Forschern Sorgen bereitet. Anfangs glaubte man noch an Ausreißer, die von den Berechnungen anderer Modelle wieder eingefangen werden. Doch auch immer mehr andere Algorithmen folgen dem Trend. Alles läuft darauf hinaus, dass die bisherigen Annahmen darüber, welchen Temperatur-Anstieg bestimmte Konzentrationen von CO2 und anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre zur Folge haben, eher viel zu konservativ waren.
Und das deutet auf ein ganz gewaltiges praktisches Problem hin: Im Pariser Abkommen hatte sich die Weltgemeinschaft darauf verständigt, die Erwärmung möglichst unter der Marke von 1,5 Grad Celsius zu halten, weil darüber das Risiko einer klimatischen Kettenreaktion sehr groß wird. Dabei weisen Klimaforscher immer wieder darauf hin, dass die von der Politik eingeleiteten Maßnahmen bisher nicht annähernd ausreichen, um dieses Ziel auf Grundlage der bisherigen Prognosen zu erreichen.
Die neueren Ergebnisse, die von den verschiedenen Modellen geliefert werden, laufen darauf hinaus, dass noch sehr viel schneller viel drastischere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um noch zu retten, was zu retten ist. "Wir hoffen, dass unser Ergebnis nicht korrekt ist", kommentierte Klaus Wyser vom schwedischen meteorologischen und hydrologischen Institut. Die Berechnungen anderer Teams aus allen Teilen der Welt lassen aber eher anderes vermuten.
Siehe auch: Alte Klimamodelle sagten heutige Lage überraschend genau voraus
Für gewöhnlich nimmt man ein Modell und füttert es mit Daten aus der Vergangenheit. Wenn damit dann ein Ergebnis erreicht wird, das die Zustände der Gegenwart recht zutreffend beschreibt, kann man auch davon ausgehen, dass aktuelle Daten Prognosen über die Zukunft zulassen, die mit einer signifikanten Wahrscheinlichkeit eintreffen werden. Weltweit sind inzwischen hunderte solcher Modelle im Einsatz und deren Ergebnisse werden wiederum miteinander verwoben, um noch bessere Vorhersagen anstellen zu können.
Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg nun berichtet, laufen die Prognosen seit einiger Zeit aber in eine Richtung, die den Forschern Sorgen bereitet. Anfangs glaubte man noch an Ausreißer, die von den Berechnungen anderer Modelle wieder eingefangen werden. Doch auch immer mehr andere Algorithmen folgen dem Trend. Alles läuft darauf hinaus, dass die bisherigen Annahmen darüber, welchen Temperatur-Anstieg bestimmte Konzentrationen von CO2 und anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre zur Folge haben, eher viel zu konservativ waren.
Wenn Forscher hoffen falsch zu liegen
Die Berechnungen kamen im Mittel bisher beispielsweise zu dem Ergebnis, dass eine Verdoppelung der CO2-Konzentration zu einem Temperaturanstieg um 3 Grad Celsius führen wird. Die neueren Ergebnisse, in die auch die jeweils aktuellsten Beobachtungsdaten einfließen, sehen eher danach aus, als würde ein Modell gerade ein Worst-Case-Szenario beschreiben - allerdings handelt es sich längst nicht mehr um Einzelfälle. Der Durchschnitt über 27 Modelle, die sich allesamt bereits gut bewährt haben, ist bereits auf 3,86 Grad Celsius gestiegen. Und eine ganze Reihe von renommierten Forscher-Teams kommt auf Prognosen von über 5 Grad Celsius.Und das deutet auf ein ganz gewaltiges praktisches Problem hin: Im Pariser Abkommen hatte sich die Weltgemeinschaft darauf verständigt, die Erwärmung möglichst unter der Marke von 1,5 Grad Celsius zu halten, weil darüber das Risiko einer klimatischen Kettenreaktion sehr groß wird. Dabei weisen Klimaforscher immer wieder darauf hin, dass die von der Politik eingeleiteten Maßnahmen bisher nicht annähernd ausreichen, um dieses Ziel auf Grundlage der bisherigen Prognosen zu erreichen.
Die neueren Ergebnisse, die von den verschiedenen Modellen geliefert werden, laufen darauf hinaus, dass noch sehr viel schneller viel drastischere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um noch zu retten, was zu retten ist. "Wir hoffen, dass unser Ergebnis nicht korrekt ist", kommentierte Klaus Wyser vom schwedischen meteorologischen und hydrologischen Institut. Die Berechnungen anderer Teams aus allen Teilen der Welt lassen aber eher anderes vermuten.
Siehe auch: Alte Klimamodelle sagten heutige Lage überraschend genau voraus
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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