Arktis: 150 Terabyte Mosaic-Daten zeigen eine dramatische Entwicklung
Unter anderem über 150 Terabyte Daten hatten die Wissenschaftler der Mosaic-Expedition vor acht Monaten aus der Arktis mitgebracht. Jetzt konnten die ersten konkreten Ergebnisse aus deren Auswertung veröffentlicht werden.
Im Grunde wurde durch die konkreten Daten und ihre Auswertung in komplexen Modellen bestätigt, was die Teilnehmer an der größten Polar-Expedition aller Zeiten mit dem Eisbrecher Polarstern bereits anhand ihrer persönlichen Eindrücke berichteten: Das sogenannte "ewige Eis", wie es vielen von uns noch vermittelt wurde, ist nicht mehr besonders ewig. Die begonnene Klimakrise wird schneller als bisher gedacht dafür sorgen, dass der Nordpol nicht mehr über das gesamte Jahr von einem Eisschild bedeckt ist.
Expeditionsleiter Markus Rex sprach von einem Minenfeld, in das die Menschheit sich durch die Veränderungen in der Atmosphäre hineinbewege. "Ab 1,5 Grad Celsius laufen wir in dieses Minenfeld hinein. Das Verschwinden des sommerlichen Meereises in der Arktis ist eine der ersten Tretminen in diesem Minenfeld, einer der Kipppunkte, die wir als Erstes auslösen werden, wenn wir die Erwärmung zu weit treiben", sagte er.
Für unsere Breiten wird die Veränderung in der Arktis aber noch mehr Probleme bringen. Die Meereisphysikerin Stefanie Arndt berichtete von ungewöhnlichen Wind-Zirkulationen, die man beobachtet habe. Diese verändern den Jetstream, der maßgeblich auch das Wetter in Europa beeinflusst. Hier müsse man sich darauf einstellen, dass es immer häufiger zu Extremwetterlagen kommt, wie beispielsweise die Hitze- und Dürre-Perioden, die sich in den letzten Jahren bereits zeigten.
Expeditionsleiter Markus Rex sprach von einem Minenfeld, in das die Menschheit sich durch die Veränderungen in der Atmosphäre hineinbewege. "Ab 1,5 Grad Celsius laufen wir in dieses Minenfeld hinein. Das Verschwinden des sommerlichen Meereises in der Arktis ist eine der ersten Tretminen in diesem Minenfeld, einer der Kipppunkte, die wir als Erstes auslösen werden, wenn wir die Erwärmung zu weit treiben", sagte er.
Das Ozonloch kommt wieder
Ein Symptom, das damit einhergeht, holt die Angst-Szenarien der 1980er Jahre zurück, in denen es aus Furcht vor dem Verschwinden der Ozonschicht gelang, in einer international koordinierten, politischen Aktion FCKW und andere Chemikalien drastisch herunterzufahren. Nun kommt das Ozonloch über der Arktis zurück. Im April letzten Jahres habe man das Sauerstoff-Molekül in den Atmosphärenschichten bei rund 20 Kilometern Höhe über der Arktis quasi nicht mehr nachweisen können. Die Auswirkungen der schwindenden Ozonschicht werden sich auch deutlich weiter südlich bemerkbar machen.Für unsere Breiten wird die Veränderung in der Arktis aber noch mehr Probleme bringen. Die Meereisphysikerin Stefanie Arndt berichtete von ungewöhnlichen Wind-Zirkulationen, die man beobachtet habe. Diese verändern den Jetstream, der maßgeblich auch das Wetter in Europa beeinflusst. Hier müsse man sich darauf einstellen, dass es immer häufiger zu Extremwetterlagen kommt, wie beispielsweise die Hitze- und Dürre-Perioden, die sich in den letzten Jahren bereits zeigten.
Hunderte Forschungs-Projekte laufen noch
In den kommenden Jahren kann man mit immer weiteren und konkreteren Erkenntnissen rechnen, die Mosaic hervorgebracht hat. Denn die Daten und zahlreichen Proben werden inzwischen in Forschungseinrichtungen weltweit ausgewertet. Rund 300 einzelne Projekte laufen aktuell. Insofern ist es mit den nun vorgelegten ersten Erkenntnissen nicht getan, sondern es werden wohl noch hunderte Forschungs-Papers folgen.Siehe auch:
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