Überraschendes Update: Google Stadia schaltet endlich Erfolge frei

So genannte "Achievement-Hunter" kommen nun auch bei Google Stadia auf ihre Kosten. Der Spiele-Streaming-Dienst hat überraschend das lang er­sehn­te Erfolgssystem implementiert. Vorab erspielte Erfolge werden nun dargestellt, ein Gamerscore wird jedoch vermisst. Kurz vor den Feiertagen und der anstehenden Urlaubszeit versucht Google seine Stadia Pro-Abonnenten zu überzeugen, deren kritische Stimmen in den letzten Wochen immer lauter wur­den. Die Spieleauswahl sei zu klein, die Preise zu hoch, der Funktionsumfang zu gering und die Kommunikation mit der Community mangelhaft, so die Kritik einiger Spieler. Stadia rea­gier­te nach einem Mini-Shirtstorm umgehend, veröffentlichte drei neue Titel und eta­blier­te in Ghost Recon Breakpoint das "Stream Connect"-Feature, als neue Split-Screen-Ansicht. Google StadiaEin neues Menü zeigt die Spieler-Erfolge, die über Stadia errungen wurden

Erfolge werden ab sofort angezeigt, ohne Wertung oder Gamerscore

Dass man zudem an einem Erfolgssystem arbeitet, wurde direkt vor dem Start der Cloud-Gaming-Plattform am 19. November bestätigt. Achievements gehören zu einem wichtigen The­ma in Bezug auf die Langlebigkeit vieler Spiele und sind bei Diensten wie Steam, Xbox Live und PlayStation Plus ein treibender Faktor für kompetitives Gameplay abseits von di­rek­ten Multiplayer-Gefechten. Erfolge wurden seit dem ersten Tag von Stadia gesammelt, al­ler­dings noch nicht in den Spielerprofilen angezeigt. Die grafische Oberfläche wurde heute über­ra­schend nachgereicht.

Ini­tial wur­den unter an­de­rem die Er­fol­ge von Destiny 2 aus der PC- und Kon­so­len-Ver­sion über­nom­men, so­weit man sein Bun­gie-Kon­to via "Cross Save" mit Stadia ver­bun­den hat. Im ei­ge­nen Pro­fil und in de­nen sei­ner Freun­de fin­det man zwar ent­spre­chen­de Ein­trä­ge, kann de­ren Leis­tung aber nicht mit an­de­ren Spie­lern ver­glei­chen. Ei­ne di­rek­te Ge­gen­über­stel­lung der Achieve­ments wird nicht an­ge­bo­ten, eben­so we­nig wie ei­ne Wer­tung. So­mit ver­mis­sen Sta­dia-Nut­zer auch einen Gamer­score, der zei­gen wür­de, wie viel Zeit, Herz­blut und oft­mals auch Geld ein Spie­ler in sein Hob­by in­ves­tiert hat.

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Stefan Trunzik

Leitender Redakteur bei WinFuture.de

IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.

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