Apple Card: Finanzaufsicht prüft Kreditkarte wegen Sexismus-Vorwürfen
Nachdem sich einige Kunden über die Apple Card beschwert haben, wird die offizielle Kreditkarte des iPhone-Herstellers einer Überprüfung unterzogen. Dem Dienst wird eine mögliche Geschlechterdiskriminierung vorgeworfen. Goldman Sachs weist die Anschuldigungen jedoch zurück.
Einer der Kunden, der sich negativ zu der Apple Card geäußert habe, ist David Heinemeier Hansson. In einem Tweet hat er die Kreditkarte als ein sexistisches Programm bezeichnet. Obwohl er und seine Ehefrau steuerlich gleich veranlagt seien, wurde ihm bei der Beantragung der Kreditkarte ein 20-mal höherer Kreditrahmen eingeräumt. Obwohl eine Nachfrage beim Kundendienst ergab, dass seine Frau sogar einen besseren Kreditscore besitzt, wurde das Limit zunächst nicht erhöht. Erst nach der Verbreitung der Geschichte hat Apple reagiert und den Kreditrahmen angepasst, indem ein "VIP-Status" vergeben wurde.
Ein Sprecher von Goldman Sachs, dem Herausgeber der Kreditkarte, hat sich bereits offiziell zu den Vorwürfen geäußert. Er erklärte, dass die Entscheidungen über den Kreditrahmen nur auf der Kreditwürdigkeit der Antragsteller basieren. Dabei würden Faktoren wie die Herkunft, das Geschlecht, das Alter sowie die sexuelle Orientierung des Nutzers nicht berücksichtigt.
Algorithmus legt den Kreditrahmen fest
Der Kreditrahmen wird von einem automatischen Algorithmus festgelegt. Welche Daten dieser Algorithmus genau verwendet, ist nicht bekannt. Sollte tatsächlich eine systematische Ungleichbehandlung vorliegen, würde das Antragsverfahren unter anderem gegen das New Yorker Recht verstoßen. Daher wird der Algorithmus nun von der New Yorker Finanzaufsicht überprüft. Wie lange diese Untersuchung dauert und ob anschließend tatsächlich Anpassungen vorgenommen werden müssen, ist noch unklar.Ein Sprecher von Goldman Sachs, dem Herausgeber der Kreditkarte, hat sich bereits offiziell zu den Vorwürfen geäußert. Er erklärte, dass die Entscheidungen über den Kreditrahmen nur auf der Kreditwürdigkeit der Antragsteller basieren. Dabei würden Faktoren wie die Herkunft, das Geschlecht, das Alter sowie die sexuelle Orientierung des Nutzers nicht berücksichtigt.
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