Motorola hat das altehrwürdige Walkie-Talkie sehr stark aufgewertet

Motorola, Walkie-Talkie, APX Netxt Bildquelle: Motorola
Motorola hat es geschafft, das altbekannte Walkie-Talkie durch die Integration neuer Technologien auf ein völlig neues Niveau zu bringen. Und das ist nicht gerade einfach, wenn man die alten Bestandteile nicht einfach aufgeben kann und will. Grundsätzlich arbeitet auch das neue Gerät mit der Bezeichnung APX Next ähnlich, wie die frühen Modelle. Der User wählt einen Kanal und aktiviert mit einem Knopfdruck die Sende-Funktion der Sprachübertragung. Wird der Button wieder losgelassen, schaltet der Sender wieder ab. Parallel können Übertragungen anderer Geräte in der Umgebung auf dem gleichen Kanal empfangen werden. Die Reichweite liegt dabei bei einigen Kilometern.

An der eigenen Funkübertragung ändert sich nichts - denn es wäre nicht hilfreich, hier beispielsweise auf Mobilfunk zu wechseln. Denn die Rettungskräfte und Sicherheitsbehörden, für die das System entwickelt wurde, können sich im Notfall nicht darauf verlassen, dass das Mobilfunknetz funktioniert. Bei großen Waldbränden oder Erdbeben kann man sogar sicher davon ausgehen, dass die Kommunikation auf diesem Weg zum erliegen kommt. Motorola APX NextMotorola APX Next Wie Motorola mitteilte, habe man aber darüber hinaus doch eine Menge neuer Technik integriert. Bevor die Ingenieure und Entwickler loslegten, wurden rund 2000 Stunden Interviews mit echten Nutzern solcher Systeme durchgeführt und ausgewertet. Und bis zum fertigen Produkt gab es Tests in 50 verschiedenen User-Gruppen von normalen Streifen-Polizisten über Feuerwehren bis zu SEK-Einheiten.

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Sprachassistent inklusive

Im APX Next steckt inzwischen Elektronik mit verschiedenen KI-Anwendungen. Unter anderem wurde das System um eine sehr leistungsfähige Geräuschunterdrückung erweitert. Diese soll es erlauben, dass die Sprache des Sendenden auch vor sehr lauten Umgebungen noch gut zu verstehen ist. Eine Spracherkennung sorgt hier außerdem dafür, dass viele Standardanfragen wie beispielsweise eine KFZ-Halterabfrage anhand des Nummernschildes durchgeführt werden können, ohne dass ein anderer Beamter auf der Gegenseite aktiv wird. Das Ergebnis wird dann auf Knopfdruck auch sprachlich ausgegeben, damit der Nutzer sich weiter voll auf seine Umgebung konzentrieren kann.

Apropos Knopfdruck: Dieser ist weiterhin nötig, um die Sprachaufnahme zu aktivieren. Auf ein Aktivierungswort, wie man es von diversen Sprachassistenten kennt, hat man bewusst verzichtet. Denn insbesondere bei Polizisten muss man davon ausgehen, dass sonst zufällig oder durch Mithören aufgeschnappte Kennungen genutzt werden, um das System zu starten.

Und auch wenn die eigene Funkleistung im Mittelpunkt steht, können die Geräte auch die Mobilfunk-Datennetze nutzen. Das war nicht einfach zu realisieren, da die Frequenzen beider Module nicht weit auseinanderliegen und der Walkie-Talkie-Sender sehr viel stärker funkt als das LTE-Modem.

Siehe auch: Apple entfernt Walkie-Talkie-App, die Abhören von iPhones ermöglichte Motorola, Walkie-Talkie, APX Netxt Motorola, Walkie-Talkie, APX Netxt Motorola
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