Collapse OS: Ein Betriebssystem für die Zeit nach der Apokalypse
Wer von einer bevorstehenden Apokalypse überzeugt ist, baut in der Regel Bunker und füllt diese mit Konserven. Nicht so der Entwickler Virgil Dupras. Dieser arbeitet lieber schonmal an einem Betriebssystem, das nach einem umfassenden Zusammenbruch nutzbar wäre.
Aus seiner Sicht muss damit gerechnet werden, dass binnen des kommenden Jahrzehnts aus irgendeinem Grund die globalen Lieferketten zusammenbrechen. Und das würde schlicht dazu führen, dass komplexe Elektronik nicht mehr ohne weiteres hergestellt werden könnte. Statt dann vielleicht in eine Situation zu kommen, in der man gar nichts mehr hat, will er lieber mit einem System vorbereitet sein, das auf Hardware läuft, die in jedem Fall verfügbar sein wird.
Und das sind im Grunde einfache Chips, die als Controller oder andere Bauelemente in enormen Mengen überall integriert sind. Quasi jedes elektrische Gerät, das früher noch auf analogen Schaltungen beruhte, ist heute mit solchen Komponenten ausgestattet, die sich bei Bedarf auch zu einfachen Computern umbauen lassen. Und für diese soll dann das System namens "Collapse OS" zur Verfügung stehen.
Sein Collapse OS kann sich hingegen bereits selbst reproduzieren. Und es wurde schon erfolgreich auf einigen einfachen Hardware-Systemen zum Laufen gebracht. Zum aktuellen Lieferumfang gehören auch schon ein Texteditor und ein Compiler, der Assembler-Sourcen für eine große Bandbreite an Controllern und Prozessoren auswerfen kann. Und auch beim Design achtet der Entwickler darauf, dass das Betriebssystem im Ernstfall schnell an andere Hardware angepasst werden kann. So soll der gesamte Kernel aus vielen kleinen Modulen bestehen, die durch etwas "Klebstoff-Code" aneinandergeheftet sind.
Das ganze Betriebssystem wird als freies Projekt auf GitHub gehostet und kann dort von Interessenten heruntergeladen werden. Und selbst wenn es doch nicht zu einem Zusammenbruch kommen sollte, kann man bei solch einem Projekt sehr viel über die Grundlagen der Entwicklung eines Betriebssystems lernen.
Siehe auch: Uni Cambridge erforscht Apokalypse-Technologien
Und das sind im Grunde einfache Chips, die als Controller oder andere Bauelemente in enormen Mengen überall integriert sind. Quasi jedes elektrische Gerät, das früher noch auf analogen Schaltungen beruhte, ist heute mit solchen Komponenten ausgestattet, die sich bei Bedarf auch zu einfachen Computern umbauen lassen. Und für diese soll dann das System namens "Collapse OS" zur Verfügung stehen.
Einfach gestrickt
Grundsätzlich gibt es durchaus noch ältere Software, die in den frühen Tagen der Computerentwicklung auf den damaligen Chips lief. Doch bringt diese auch diverse Probleme mit sich: Entweder sie unterliegt auch heute noch unfreien Lizenzrechten wie der Basic-Interpreter der frühen Microsoft-Tage. Oder aber sie ist nicht selbst-reproduzierend. So merkt Dupras an, dass etwa das klassische CPM für die fraglichen Zwecke recht gut geeignet wäre. Doch sei es nicht möglich, auf einem laufenden CPM-System ein komplettes neues CPM aus den Quellcodes zu kompilieren - dafür bräuchte man andere Maschinen.Sein Collapse OS kann sich hingegen bereits selbst reproduzieren. Und es wurde schon erfolgreich auf einigen einfachen Hardware-Systemen zum Laufen gebracht. Zum aktuellen Lieferumfang gehören auch schon ein Texteditor und ein Compiler, der Assembler-Sourcen für eine große Bandbreite an Controllern und Prozessoren auswerfen kann. Und auch beim Design achtet der Entwickler darauf, dass das Betriebssystem im Ernstfall schnell an andere Hardware angepasst werden kann. So soll der gesamte Kernel aus vielen kleinen Modulen bestehen, die durch etwas "Klebstoff-Code" aneinandergeheftet sind.
Das ganze Betriebssystem wird als freies Projekt auf GitHub gehostet und kann dort von Interessenten heruntergeladen werden. Und selbst wenn es doch nicht zu einem Zusammenbruch kommen sollte, kann man bei solch einem Projekt sehr viel über die Grundlagen der Entwicklung eines Betriebssystems lernen.
Siehe auch: Uni Cambridge erforscht Apokalypse-Technologien
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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