Nach Jahren endgültig abgewehrt: Ubisoft macht sich von Vivendi frei

Schach, Niederlage, Schachmatt, Verloren Bildquelle: CC0 / stevepb
Seit 2015 hatte der Medienkonzern Vivendi seine Anteile am Spiele­ent­wick­ler und Publisher Ubisoft immer weiter erhöht, war bei dem Unter­neh­men aber auf starke Gegenwehr gestoßen. Drei Jahre später trägt dieser Widerstand Früchte: Vivendi hat den Verkauf der letzten Anteile datiert und eine Übernahme erst einmal ausgeschlossen.

Ein langer Kampf mit Anteilen hat ein Enddatum

Unter der Überschrift "Kampf gegen Übernahmen: Ubisoft sucht jetzt auch Hilfe beim Staat" hatten wir schon 2016 darüber berichtet, dass sich der Spieleentwickler und Publisher mit allen Mitteln gegen die Übernahme durch Vivendi zur Wehr setzt. Vor einem halben Jahr hatten sich die beiden Parteien dann offiziell darauf geeinigt, dass die Unternehmensanteile in Höhe von 27,3 Prozent von dem Medienkonzern komplett abgestoßen werden. Jetzt nennt Vivendi laut Gamesindustry ein konkretes Datum, zu dem alle restlichen Anteile abgestoßen sein sollen: Am 5. März 2019 kann Ubisoft die Übernahmeschlacht nach Jahren damit als gewonnen ansehen.

Wie Vivendi ausführt, wird aktuell noch mit "zwei finanziellen Instituten" über das verbleibende Aktienkapital von 6,7 Prozent verhandelt, dabei müssen sich die Beteiligten über einen Geldwert von rund 500 Millionen Euro einig werden. Neben diesem Stichtag für den Verkauf der letzten Anteile ist für Ubisoft aber vor allem eine weitere Zusage des französischen Medienkonzerns wichtig: Vivendi bekräftigt abermals, dass man "in den nächsten fünf Jahren" keine Ubisoft-Aktien erwerben werde.

Ubisoft hat neue Investoren

Um seine Unabhängigkeit zu bewahren, hatte Ubisoft unter anderem auf den Rückkauf von Unternehmensanteilen gesetzt. Dabei erwarb Ubisoft selbst 8,1 Prozent der Anteile zurück, die Familie des Ubisoft-Geschäftsführers Yves Guillemot hatte ihren Anteil noch einmal um 2,7 Prozent erhöht. Darüber hinaus hatte man im März dieses Jahres verkündet, dass zwei neue Investoren 8,4 Prozent des Aktienkapitals des Unternehmens übernehmen werden. Neben dem Ontario Teacher's Pension Plan, der nun 3,4 Prozent hält, ist auch der chinesische Konzern Tencent mit 5 Prozent an Ubisoft beteiligt. Beide Teilhaber sind aber nicht im Verwaltungsrat vertreten.

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