Rasenmäher-Roboter sind Todesfalle für Igel - Hersteller reagieren
Ein ordentlich gestutzter Rasen ist für viele Grundstücksbesitzer eine Art Visitenkarte. Weil aber Bequemlichkeit als ebenso wichtig empfunden wird, überlässt man die Arbeit in den letzten Jahren in immer größerem Umfang den neuen Rasenmäher-Robotern. Doch die Geräte entwickeln sich zunehmend zur Gefahr für das hierzulande wohl beliebteste Wildtier.
Abgetrennte Gliedmaßen, Schnittverletzungen und regelrechte Skalpierungen sind es, mit denen immer häufiger Igel in den Schutz-Einrichtungen landen. Etwa die Hälfte aller Notfälle würden inzwischen durch Rasenmäher-Roboter verursacht, zitiert das Magazin Wired die Schweizerin Erika Heller von der Igelstation Winterthur. Und das sei letztlich nur die Spitze des Eisberges - denn die bereits toten Tiere kommen ja nicht bei den Igelschützern an.
Für die meisten Tiere stellen die Roboter überhaupt keine Gefahr dar - Vögel, Mäuse und andere gehen ihnen schlicht problemlos aus dem Weg. Igel hingegen sind einfach nicht dafür gemacht, bei einer drohenden Gefahr die Flucht zu ergreifen. Stattdessen rollen sie sich zusammen und richten ihre Stacheln in alle Richtungen aus. Was Raubtiere schnell das Interesse verlieren lässt, beeindruckt einen recht simpel gestrickten Roboter mit rotierenden Klingen letztlich wenig.
Bei den Herstellern ist man inzwischen schon auf das Problem aufmerksam geworden und ist sich auch dessen bewusst, dass das beste Marketing wenig bringen wird, wenn Tierschützer erst einmal beginnen, massakrierte Igel in die Kameras zu halten. Daher wird intensiv an Lösungen gearbeitet.
Besitzern bereits vorhandener Systeme empfehlen die Igelschützer, den Betrieb auf die Tagesstunden zu begrenzen. Dann sind die Tiere in der Regel nicht unterwegs. Ausnahmen kann es aber auch hier geben - wie beispielsweise Jungtiere, deren Mütter nicht mehr zurückkehrten und die nun auf eigene Faust versuchen müssen, sich bis zum Spätherbst ausreichend Winterspeck anzufressen.
Für die meisten Tiere stellen die Roboter überhaupt keine Gefahr dar - Vögel, Mäuse und andere gehen ihnen schlicht problemlos aus dem Weg. Igel hingegen sind einfach nicht dafür gemacht, bei einer drohenden Gefahr die Flucht zu ergreifen. Stattdessen rollen sie sich zusammen und richten ihre Stacheln in alle Richtungen aus. Was Raubtiere schnell das Interesse verlieren lässt, beeindruckt einen recht simpel gestrickten Roboter mit rotierenden Klingen letztlich wenig.
Bei den Herstellern ist man inzwischen schon auf das Problem aufmerksam geworden und ist sich auch dessen bewusst, dass das beste Marketing wenig bringen wird, wenn Tierschützer erst einmal beginnen, massakrierte Igel in die Kameras zu halten. Daher wird intensiv an Lösungen gearbeitet.
Wegschieben kann helfen
Husqvarna, der größte Anbieter in dem Bereich, setzt beispielsweise auf Messerscheiben statt großer rotierender Messer. Diese reduzieren bereits das Risiko schwerer Verletzungen. Weiterhin hat man zwei Ideen für kommende Modelle: Einmal High- und einmal Low-Tech. Ersteres wäre eine Kamera mit KI-Unterstützung, die Igel und andere Probleme in Fahrtrichtung erkennen kann. Zweiteres ist der so genannte "Bart", eine Art Lamellen-Besen, an dem auch Igel, die im Weg liegen, einfach zur Seite weggeschoben werden.Besitzern bereits vorhandener Systeme empfehlen die Igelschützer, den Betrieb auf die Tagesstunden zu begrenzen. Dann sind die Tiere in der Regel nicht unterwegs. Ausnahmen kann es aber auch hier geben - wie beispielsweise Jungtiere, deren Mütter nicht mehr zurückkehrten und die nun auf eigene Faust versuchen müssen, sich bis zum Spätherbst ausreichend Winterspeck anzufressen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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