Nie wieder Rot: Ampel-App soll Autos & Co. grüne Welle bescheren

Findet man das optimale Tempo, kann es möglich sein, auf einer langen Strecke nie an einer roten Ampel warten zu müssen - die berühmte grüne Welle. Hamburg hat jetzt einen Ampelphasenassistenten erprobt, der es in Zukunft allen Verkehrsteilnehmern möglich machen soll, optimal durch die Grünphasen zu fließen.
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Kevin Payravi (CC BY-SA 3.0)

Hamburg will die grüne Welle berechenbar machen

Für Städte ist ein möglichst optimaler Verkehrsfluss entscheidend für die optimale Nutzung der vorhandenen Infrastruktur. Hamburg hat jetzt in einem Projekt einen digitalen Ampelhelfer erprobt, der ein einfaches Ziel verfolgen soll: Autofahrer dabei zu unterstützen, das richtige Tempo zu wählen, um an möglichst wenig Ampeln stehen bleiben zu müssen. "Durch solche Geschwindigkeitsempfehlungen kann der Verkehrsfluss optimiert, die Fahrzeit verkürzt und die Umwelt geschont werden", so die Verkehrsbehörde in ihrer Mitteilung.


Demnach konnte man einen ersten Test mit mehr als 60 Ampeln erfolgreich abschließen. Im nächsten Schritt soll das System mit den Partnern in einer weiteren Projektphase bis 2020 ausgeweitet werden. Ziel ist es, das System bis 2021 dann für die Allgemeinheit freigeben zu können - von 1750 Ampeln wird demnach für rund 1000 eine entsprechende Prognose der Schaltung möglich. Fahrer aller Fahrzeuge sollen dann über ihre Bordsysteme - Fahrradfahrer später sogar über eine App - Hinweise zur Ampelschaltung und optimalen Geschwindigkeit auf ihrer Strecke erhalten.

Zusammenarbeit macht es möglich

Wie die Macher erläutern, stellt die Stadt Hamburg für das Projekt die Rohdaten der Ampelschaltung zur Verfügung. Swarco, Spezialist für Verkehrssysteme, errechnet aus diesen Daten dann die Prognosen für die einzelnen Verkehrsteilnehmer. Here, früher bekannt als Kartenanwendung für Nokia, stellt in seiner Funktion als Kartendienstleister die Daten auf einer zentralen Plattform bereit, die über eine Kommunikationsschnittstelle abgreifbar sein soll.

Here zeigt sich dabei durchaus stolz von den Ergebnissen der ersten Testphase. Man habe erfolgreich gezeigt, "dass es technisch möglich ist, städtische Daten über eine cloudbasierte Plattform (...) und via mobilem Datennetz mit geringer Latenz an Applikationen Dritter zu übertragen". Man darf gespannt sein, wie sich das Projekt in Hamburg entwickelt und ob andere Städte solche zweifelsohne sinnvollen Lösungen für einen besseren Verkehrsfluss implementieren werden.
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