Datenwut: Chaos Computer Club vergleicht Microsoft Office mit Spyware
Im Rahmen der Veröffentlichung von Windows 10 wurde viel über die Sammlung von Daten diskutiert. Jetzt sieht sich der Konzern wegen seines Office-Angebots lauter Kritik ausgesetzt. Nachdem Nutzer der iOS- und Mac-Versionen über eine zu große Datensammelwut klagen, zieht jetzt der Chaos Computer Club Parallelen zu Spyware.
Wie der CCC-Sprecher Frank Rieger auf Twitter (via Golem) mitteilt, werden bei der Nutzung von Word, Excel, Powerpoint, Skype und Co. aktuell mindestens 31 verschiedene Verbindungen zu Microsoft-Servern aufgebaut, wenn die Programme starten. Wie Rieger kritisiert, gibt es aktuell für den Nutzer keine einfache Möglichkeit, diese Datensammlung zu deaktivieren - grundlegende Informationen über Kunden würden also immer gesammelt. Nach Riegers Ansicht sind hier Ähnlichkeiten zum Verhalten von Spyware nicht zu verleugnen.
Wie schon einige Nutzer im Rahmen der Anpassungen von Office für Mac und iOS vermutet hatten, sieht auch Rieger im aktuellen Verhalten von Microsoft im Bezug auf die Sammlung von Kundendaten eine Verletzung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), das schon gesammelte IP-Adressen und ausgelesene Cookies als personenbezogene Daten definiert.
CCC hat Office im Visier
Erst gestern hatten wir darüber berichtet, dass Office für Apple-Systeme aktuell keine Möglichkeit mehr bietet, Microsoft das Sammeln von Daten zu verbieten - eine Option zur Deaktivierung der Übermittlung von Diagnose und Telemetriedaten ist in dem neuen Abfrage-Dialog nicht mehr vorgesehen. Jetzt meldet sich der Chaos Computer Club zu Wort und formuliert ernste Vorwürfe gegen Microsoft und den Umgang mit Nutzerdaten bei Office.Wie der CCC-Sprecher Frank Rieger auf Twitter (via Golem) mitteilt, werden bei der Nutzung von Word, Excel, Powerpoint, Skype und Co. aktuell mindestens 31 verschiedene Verbindungen zu Microsoft-Servern aufgebaut, wenn die Programme starten. Wie Rieger kritisiert, gibt es aktuell für den Nutzer keine einfache Möglichkeit, diese Datensammlung zu deaktivieren - grundlegende Informationen über Kunden würden also immer gesammelt. Nach Riegers Ansicht sind hier Ähnlichkeiten zum Verhalten von Spyware nicht zu verleugnen.
Wie schon einige Nutzer im Rahmen der Anpassungen von Office für Mac und iOS vermutet hatten, sieht auch Rieger im aktuellen Verhalten von Microsoft im Bezug auf die Sammlung von Kundendaten eine Verletzung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), das schon gesammelte IP-Adressen und ausgelesene Cookies als personenbezogene Daten definiert.
Abschaltung muss möglich sein
Für Rieger und den Chaos Computer Club ist ganz klar, dass Microsoft eine Möglichkeit zur kompletten Deaktivierung aller Datenübermittlungen bieten sollte - eine Forderung, die der Verein neben Office aber auch ganz allgemein auf Windows 10 ausdehnt. Microsoft hatte nach lauter Kritik in den letzten Monaten erweiterte Datenschutzeinstellungen integriert, man darf aber gespannt sein, wie sich der Konzern hier in den nächsten Wochen und Monaten verhalten wird.Videos zum Thema
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