Internet zu langsam: Bewohner verbrennen Provider-Fahrzeug-Attrappe
Ländliche Gebiete sind nicht nur in Deutschland in Sachen schnelles Internet ein Problemfall, auch in Großbritannien gibt es so manchen Landstrich, der immer noch auf vernünftige DSL-Leitungen wartet. Die Bewohner des britischen Dörfchens Templeton griffen nun zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Sie zündeten ein Provider-Fahrzeug an, glücklicherweise nur in Form einer Attrappe.
Schnelles Internet ist in städtischen Gebieten schon seit Jahren und Jahrzehnten eine Normalität. Fährt man aufs Land, sieht die Sache schon anders aus. Und dafür muss man nicht in Brandenburg und Co. leben, auch in Großbritannien ist der Unmut vielerorts einigermaßen groß.
Die Entschuldigung des Providers dürfte auch so manchen leidgeplagten Kunden in der deutschen Provinz bekannt vorkommen: Es sei eben ein "extrem ländliches" Gebiet, das den Rollout von Glasfaser-basierten Breitband-Internet "herausfordernder" macht.
Der Provider verweist auf alternative Lösungen und will eine Kombination aus Mobilfunk- und kabelgebundenen Lösungen ausloten, schreibt die BBC (via derStandard). Doch die Einwohner bezweifeln diese Aussagen und verweisen darauf, dass Openreach es geschafft habe, ins wenige Kilometer entfernte Nomansland ein Kabel zu verlegen. Von "extrem ländlich" könne auch keine Rede sein, das nächstgelegene Städtchen Tiverton (20.000 Einwohner) sei gerade einmal acht Kilometer entfernt.
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
Leere Versprechen
In Templeton wurde den Einwohnern vor etwa drei Jahren versprochen, etwas gegen ihr langsames Internet zu unternehmen. Denn im westenglischen Örtchen plagen sich die Einwohner mit Geschwindigkeiten von unter einem Mbit/s herum, die British Telekom-Tochter Openreach hat dabei bisher nur Versprechen gemacht, aber nichts unternommen.Der Provider verweist auf alternative Lösungen und will eine Kombination aus Mobilfunk- und kabelgebundenen Lösungen ausloten, schreibt die BBC (via derStandard). Doch die Einwohner bezweifeln diese Aussagen und verweisen darauf, dass Openreach es geschafft habe, ins wenige Kilometer entfernte Nomansland ein Kabel zu verlegen. Von "extrem ländlich" könne auch keine Rede sein, das nächstgelegene Städtchen Tiverton (20.000 Einwohner) sei gerade einmal acht Kilometer entfernt.
Langsames Internet, aber schöner Abend
Die Tempeltoner hatten salopp gesagt die Schnauze voll und wollten gegen die ständigen Ausreden des Providers medienwirksam protestieren. Und das gelang ihnen auch: Denn sie bauten eine Attrappe eines Openreach-Vans und zündeten diesen aus Protest an. "Das alles ist Inkompetenz höchsten Grades… Aber wir hatten dank des Lagerfeuers wenigstens einen großartigen Abend", sagte Roger Linden, einer der Bewohner von Templeton.Großer Internet-Vergleichs-Rechner
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