Qualcomm verklagt Apple: Modem-Geheimnisse an Intel weitergereicht?
Just an dem Tag, an dem der US-Chipkonzern Qualcomm einen heftigen Gewinnrückgang vermelden musste, reicht das Unternehmen Klage gegen den Computerhersteller Apple ein. Angeblich hat Apple einen Lizenzvertrag verletzt, um so dem Qualcomm-Konkurrenten Intel eine bessere Position bei der Entwicklung von Mobilfunkmodems zu verschaffen.
Wie Qualcomm heute mitteilte, hat man in der Heimatstadt des Unternehmens, dem kalifornischen San Diego, vor einem Gericht Klage gegen Apple eingereicht. Darin wirft man dem Hersteller des iPhones vor, seine wirtschaftliche Macht ausgenutzt zu haben, um sich auf diese Weise weitreichenden Zugriff auf die Software von Qualcomm zu verschaffen. Davon war auch Quellcode betroffen, der normalerweise von Qualcomm unter strengster Geheimhaltung behandelt wird.
Der Zugriff auf die Qualcomm-eigenen Güter sei nur im Rahmen eines genau geregelten Lizenzvertrags zwischen den beiden Firmen ermöglicht worden, weil Qualcomm lange der Hauptlieferant für die LTE-Modems zur Verwendung im Apple iPhone und den anderen LTE-fähigen Mobilgeräten von Apple war. Weil Apple damit einer der wichtigsten Kunden von Qualcomm war, habe man dem Unternehmen einen solch weitgehenden Zugriff ermöglicht, was Apple aber ausgenutzt habe.
Siehe auch: Softwarestreit: Apple arbeitet an iPhone und iPad ohne Qualcomm-Chips
Der Chipkonzern verlangt nun in seiner Klage, dass das Gericht bestätigt, dass Apple tatsächlich Lizenzvereinbarungen verletzt und somit für substanziellen Schaden gesorgt hat. Ziel ist natürlich die Zahlung von Schadenersatz durch Apple. Außerdem will Qualcomm das in den Verträgen mit Apple festgelegte Recht erstreiten, eine Prüfung des Geschäftsgebahrens des Computer- und Smartphoneherstellers vornehmen zu können, um sicherzugehen, dass nicht noch weitere interne Informationen unrechtmäßig mit Intel geteilt wurden.
Qualcomm und Apple stehen schon seit Januar im Clinch, als der iPhone-Produzent Klage gegen den Chiphersteller wegen angeblich überhöhter Lizenzgebühren für bestimmte Mobilfunktechnologien einreichte. Qualcomm reagierte seinerseits mit dem Vorwurf, Apple habe diverse Patente verletzt und will nun ein Verkaufsverbot für das iPhone und andere mobilfunkfähige Produkte erstreiten.
Erst in dieser Woche war bekannt geworden, dass Apple offenbar künftig ganz auf Qualcomm-Modems in seinen Geräten verzichten will. Stattdessen sollen Modems von Intel und möglicherweise sogar MediaTek verbaut werden. Eine entsprechende Entscheidung sei gefallen, nachdem Qualcomm angeblich bestimmte Software zurückgehalten hatte, die für die Erprobung der Chips für iPhone- und iPad-Prototypen dringend nötig ist.
Der Zugriff auf die Qualcomm-eigenen Güter sei nur im Rahmen eines genau geregelten Lizenzvertrags zwischen den beiden Firmen ermöglicht worden, weil Qualcomm lange der Hauptlieferant für die LTE-Modems zur Verwendung im Apple iPhone und den anderen LTE-fähigen Mobilgeräten von Apple war. Weil Apple damit einer der wichtigsten Kunden von Qualcomm war, habe man dem Unternehmen einen solch weitgehenden Zugriff ermöglicht, was Apple aber ausgenutzt habe.
Intel-Mitarbeiter bei geheimen E-Mails auf 'CC' gesetzt
Qualcomm nennt sogar einige Beispiele für Fälle, in denen Apple beim Umgang mit vertraulich zu behandelnden Informationen unvorsichtig war. So sollen E-Mails, die zwischen den Teams der beiden Firmen ausgetauscht wurden, in einigen Fällen sogar so verschickt worden sein, dass Intel-Mitarbeiter und Apple-Mitarbeiter, die an Projekten mit Intel arbeiteten, im "CC"-Feld der jeweiligen Mails eingetragen waren. Dadurch seien vertrauliche Infos an den Konkurrenten weitergegeben worden, heißt es von Seiten Qualcomms.Siehe auch: Softwarestreit: Apple arbeitet an iPhone und iPad ohne Qualcomm-Chips
Der Chipkonzern verlangt nun in seiner Klage, dass das Gericht bestätigt, dass Apple tatsächlich Lizenzvereinbarungen verletzt und somit für substanziellen Schaden gesorgt hat. Ziel ist natürlich die Zahlung von Schadenersatz durch Apple. Außerdem will Qualcomm das in den Verträgen mit Apple festgelegte Recht erstreiten, eine Prüfung des Geschäftsgebahrens des Computer- und Smartphoneherstellers vornehmen zu können, um sicherzugehen, dass nicht noch weitere interne Informationen unrechtmäßig mit Intel geteilt wurden.
Qualcomm und Apple stehen schon seit Januar im Clinch, als der iPhone-Produzent Klage gegen den Chiphersteller wegen angeblich überhöhter Lizenzgebühren für bestimmte Mobilfunktechnologien einreichte. Qualcomm reagierte seinerseits mit dem Vorwurf, Apple habe diverse Patente verletzt und will nun ein Verkaufsverbot für das iPhone und andere mobilfunkfähige Produkte erstreiten.
Erst in dieser Woche war bekannt geworden, dass Apple offenbar künftig ganz auf Qualcomm-Modems in seinen Geräten verzichten will. Stattdessen sollen Modems von Intel und möglicherweise sogar MediaTek verbaut werden. Eine entsprechende Entscheidung sei gefallen, nachdem Qualcomm angeblich bestimmte Software zurückgehalten hatte, die für die Erprobung der Chips für iPhone- und iPad-Prototypen dringend nötig ist.
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