Datensammler Windows 10:
Klage in Frankreich abgewendet
Fast ein Jahr nach der ersten öffentlichen Kritik von der französischen Datenschutzbehörde an der Datensammelwut von Windows 10 ist nun ein Schlussstrich unter den Streitereien gezogen worden. Microsoft hat demnach alle Bedingungen der Verbraucherschützer erfüllt und muss nicht mehr mit einer Klage und einer damit verbundenen Strafe rechnen.
Ende Juni 2016 hatte die französische Datenschutzbehörde CNIL in einem öffentlichen Schreiben die Datenschutz-Praxis von Microsoft angeprangert und lautstark Bedenken gegen Windows 10 geäußert. Ähnlich hatte auch der Verbraucherschutz NRW nach dem ersten Start von Windows 10 in Deutschland reagiert und Klage eingereicht. In Frankreich hat dieser Protest der Behörde nun Früchte getragen - wie die CNIL heute mitteilt, hat Microsoft alle Kritikpunkte überarbeitet und hält sich nun an das geltende französische Datenschutzrecht.
Dabei stritt man sich auch darum, was überhaupt gespeichert wird. Laut den Datenschützern war Microsofts Sprachregelung für diese Punkte viel zu schwammig und somit für den einzelnen Anwender auch keineswegs verständlich. Die neuen Passagen seinen dagegen in einer einfacheren Sprache und viel präziser formuliert worden.
Siehe auch:Windows 10: "Sensationsgeile Panikmache" rund um Datensammelwut
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Erste Frist verstrich ungenutzt
Dass das Ganze nun ohne einen Gerichtstermin ein Ende fand, ist der Geduld der Behörde geschuldet. Microsoft hatte die erste Frist die dem Konzern für die Änderungen eingeräumt wurden verstreichen lassen. Eigentlich hatte die CNIL schon Ende 2016 Klage einreichen wollen.Nur noch halb so viel Daten
Die CNIL hatte vor allem eine "übermäßige Sammlung persönlicher Daten" in Windows 10 bemängelt. Anwender würden dadurch laut der Behörde im Grunde gezwungen, ihre Daten preiszugeben, wenn sie Windows 10 nutzen wollten. Die in Windows 10 hinterlegten Regelungen waren bislang nicht mit französischen Datenschutzrichtlinien konform, da sie eine Auswertung bestimmter Daten außerhalb der EU vorsahen, die dafür auf Basis des "Safe Harbor"-Abkommens auf Servern in den USA gespeichert wurden. Jetzt soll Microsoft nur noch halb so viele Daten sammeln, wie vor einem Jahr, schreibt die CNIL.Dabei stritt man sich auch darum, was überhaupt gespeichert wird. Laut den Datenschützern war Microsofts Sprachregelung für diese Punkte viel zu schwammig und somit für den einzelnen Anwender auch keineswegs verständlich. Die neuen Passagen seinen dagegen in einer einfacheren Sprache und viel präziser formuliert worden.
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