Adobe: Security-Patch installiert ungefragt auch Browser-Plugin
Der Software-Konzern Adobe hat gestern nicht nur einfach ein Security-Update für seinen Acrobat Reader veröffentlicht. Mit der Installation der Aktualisierung hat man den Nutzern gleich auch noch ein Browser-Plugin untergeschoben, das standardmäßig Daten an den Hersteller schickt.
Das Unternehmen stellte für den Nutzer erkennbar eigentlich nur den Acrobat Reader DC 15.023.20053 zur Verfügung, der laut den Release Notes Patches für 29 Schwachstellen enthält. Informationen darüber, dass auch gleich noch das Acrobat-Plugin für den Chrome-Browser mitgeliefert wird, fanden sich hier erst einmal nicht wieder, berichtete BleepingComputer.
Und auch bei der Installation der Aktualisierung wurde keine entsprechende Information bereitgestellt - geschweige denn eine Möglichkeit, die Erweiterung abzulehnen. Erst beim nächsten Start des Browsers wurden die Nutzer dann darauf aufmerksam gemacht, dass ein anderes Programm ein Plugin installiert hat.
Abgesehen davon, dass dem Nutzer hier ohne Kommentar ein Plugin untergeschoben werden soll, das er vielleicht nicht braucht oder will, weil jede zusätzliche Software neue Sicherheitslücken in einen Browser reißen kann, telefoniert die Erweiterung standardmäßig auch nach Hause. Laut den Informationen in den Plugin-Einstellungen würden aber ausschließlich Informationen ohne Bezug zum Nutzer übertragen. Im Konkreten übermittelt das Chrome-Addon die Browser-Version, Informationen über installierte Adobe-Anwendungen und über die Nutzung des Plugins an den Hersteller. Das sind zwar keine kritischen Daten - doch letztlich ist es nicht die feine englische Art, mit Anwendern umzugehen.
FAQ: So deaktivieren Sie das Flash-Plugin in Ihrem Browser
Und auch bei der Installation der Aktualisierung wurde keine entsprechende Information bereitgestellt - geschweige denn eine Möglichkeit, die Erweiterung abzulehnen. Erst beim nächsten Start des Browsers wurden die Nutzer dann darauf aufmerksam gemacht, dass ein anderes Programm ein Plugin installiert hat.
Zwangsbeglückung mit Problemen
Es handelt sich dabei schlicht um die Erweiterung "Adobe Acrobat", die so auch im Chrome Web Store zu finden ist. Diese ermöglicht es dem Anwender, die jeweils geöffnete Webseite als PDF abzuspeichern. Das Plugin gibt es nur für Windows-Systeme und ist entsprechend auch bei der Patch-Installation auf diese beschränkt.Abgesehen davon, dass dem Nutzer hier ohne Kommentar ein Plugin untergeschoben werden soll, das er vielleicht nicht braucht oder will, weil jede zusätzliche Software neue Sicherheitslücken in einen Browser reißen kann, telefoniert die Erweiterung standardmäßig auch nach Hause. Laut den Informationen in den Plugin-Einstellungen würden aber ausschließlich Informationen ohne Bezug zum Nutzer übertragen. Im Konkreten übermittelt das Chrome-Addon die Browser-Version, Informationen über installierte Adobe-Anwendungen und über die Nutzung des Plugins an den Hersteller. Das sind zwar keine kritischen Daten - doch letztlich ist es nicht die feine englische Art, mit Anwendern umzugehen.
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Christian Kahle
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