Adobe stellt mit Projekt VoCo einen Editor für gesprochene Texte vor

Adobe, Audio, Tonbearbeitung Bildquelle: Adobe
Adobe arbeitet an einer Art Photoshop für Audio, was sie auf der Adobe MAX Conference in San Diego demonstrierten. Die Entwickler des Projekts VoCo, mit dessen Hilfe sich sämtliche Audiospuren verfälschen lassen, benötigen lediglich eine 20-minütige Sprachprobe eines Sprechers.
Ob nun eine prominente Person anhand eines Bildes in einen völlig anderen Zusammenhang gebracht wird oder die New Yorker Straßen mit Haien überflutet werden - bearbeitete Bildmaterialien lassen sich im Netz immer wieder finden. Der Clou daran: Sie wirken täuschend echt. Adobe ist bereits für das Programm Photoshop bekannt, welches häufig als Grundlage der Künstler zur Bildbearbeitung agiert. Doch nun stellt das Unternehmen ein weiteres experimentelles Tool vor: Projekt VoCo soll auch mit Tonaufnahmen fertig werden können. Adobe Projekt VoCoAdobe-Entwickler stellen Audiobearbeitungsprojekt VoCo vor

Sprache kann vollkommen verändert werden

Der gesprochene Text wird mittels lesbaren Wörtern unter der Tonspur abgebildet. Es lassen sich Wörter sowohl an andere Positionen bewegen, als auch komplett durch einen unterschiedlichen Text ersetzen. Wenige simple Klicks in der Oberfläche genügen zur Kreierung eines vollkommen anderen Satzes. Noch ist das Programm nicht perfekt: Bei genauem Zuhören kann man die Veränderung von gewissen Wörtern in der fertigen Tonspur erkennen.



Eine Sprachprobe genügt bereits

Zunächst wird eine etwa 20 Minuten lange Sprachprobe des Sprechers benötigt, von welchem die gegebene Tonspur bearbeitet werden oder eine neue erzeugt werden soll. Danach kommt ein von Adobe "Voice Conversion" genannter Algorithmus zum Einsatz, der ein komplexes Sprachmodell auf Basis der gesammelten Daten erzeugt. Dabei wird die Probe des Sprechers analysiert und in Phoneme, also die kleinste Einheit der Lautsprache, zerteilt. Anders als bei anderen Verfahren wird hierbei nicht jedes Wort, welches später auch ausgegeben wird, in der Probe benötigt.

Der größte Vorteil dieser Technologie wird sich vor allem für Tonstudios und die Filmindustrie herauskristallisieren: Mithilfe Adobes Software ist man in der Lage, Aufnahmen nachzubessern oder zu verändern, ohne den Sprecher erneut in das Studio holen zu müssen. Ein Synchronsprecher wäre somit theoretisch sogar überflüssig: Die Sprachprobe genügt, um das Programm ein komplettes Skript "sprechen zu lassen", ohne dass die Person auch nur einen einzigen Satz davon gesprochen hat.

Fälschungen könnten zu Missbrauch führen

Der Veröffentlichung einer solchen Anwendung könnte aber auch erheblicher Missbrauch folgen: Welchen Aufnahmen wird man in Zukunft noch trauen können? Zur Erkennung von Fälschungen setzt Adobe daher auf eine Art akustisches Wasserzeichen für jeden resultierenden Schnipsel. Details dazu sind aber noch nicht bekannt. So wird es hoffentlich lange Zeit dauern, bis diese spezifischen Algorithmen geknackt und somit auch entfernt werden können.

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