Korruptions-Skandal erschüttert Südkorea: Razzia bei Samsung

Samsung, Logo, Samsung Logo Bildquelle: Samsung
Die südkoreanische Regierung wird derzeit von einem schweren Korruptions-Skandal erschüttert. Im Zuge der Ermittlungen geriet nun auch Samsung ins Visier der Strafverfolgungsbehörden. Gestern tauchte die Polizei im Hauptsitz des Konzerns auf und begann mit der Suche nach Beweisen.
Bei der Durchsuchung ging es darum, mögliche Belege dafür zu finden, dass es Verbindungen zwischen Samsung und einer Vertrauten der Staatspräsidentin Park Geun-hye gibt, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Im Konkreten geht es um die Rolle, die der größte südkoreanische Rentenfonds National Pension Service (NPS) bei einer 8 Milliarden Dollar schweren Fusion zweier Samsung-Töchter im vergangenen Jahr spielte. Die Zustimmung des NPS kam unter etwas merkwürdigen Umständen zustande.

Eingebettet ist das Ganze in einen Skandal um die südkoreanische Präsidentin. Diese hatte eine enge Freundin, gegen die umfassend wegen diverser Korruptionsfälle ermittelt wird, eng in die Geschäfte der Regierung eingebunden. Es steht auch der Verdacht im Raum, dass Park ihren Einfluss geltend machte, damit die illegalen Machenschaften ihrer Freundin reibungslos laufen. Der Skandal erschüttert das Land so schwer, dass inzwischen große Demonstrationen in Seoul stattfinden, auf denen der Rücktritt der Präsidentin gefordert wird.


Und wenn in Südkorea auf politischer Ebene etwas so großes passiert, ist Samsung im Grunde fast nie unbeteiligt. Immerhin verfügt der riesige Konzern, der sich in Familienbesitz befindet, über enge Verbindungen in die Staatsführung. Und um den ganzen Vorgang zu entwirren, werden die Ermittler wohl noch einige Zeit benötigen.

Im Kern geht es aber darum, dass der NPS, der selbst Anteile an Samsung hält, der Fusion im letzten Jahr ohne Weiteres zustimmte. Kurz darauf wurden von der Park-Vertrauten zwei Stiftungen eingerichtet, in die unter anderem auch beachtliche Spenden von Samsung flossen. Laut einer Stellungnahme von NPS habe man der Fusion allerdings ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen zugestimmt. Das wird allerdings angezweifelt - nicht nur wegen der Samsung-Spenden, sondern auch aufgrund dessen, dass der Vorgang die Kontrolle der beiden Tochtergesellschaften durch die Familie stärkte und andere Anteilseigner - wie eben auch den NPS - eher in eine schlechtere Position brachte. Samsung, Logo, Samsung Logo Samsung, Logo, Samsung Logo Samsung
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