Noch eine Razzia bei Samsung - Ermittlungen weiten sich aus
Die Ermittlungen gegen Samsung ziehen immer weitere Kreise. Die südkoreanischen Behörden sind am heutigen Morgen einmal mehr zu einer Durchsuchung angerückt - diesmal traf es eine Niederlassung von Samsung Electronics. Im jüngsten Fall geht es um die Unterdrückung gewerkschaftlicher Organisationen im Konzern.
Samsung konnte sich in der Vergangenheit immer wieder auf seine engen Verflechtungen mit dem Staat verlassen und ist bereits aus mehreren problematischen Situationen glimpflich herausgekommen. Das scheint aber unter der neuen Regierung des vor gut einem Jahr angetretenen Präsidenten Moon Jae-in langsam anders zu werden. Denn gegen Samsung laufen inzwischen bereits umfangreiche Korruptionsermittlungen.
Als die Behörden in deren Rahmen geschäftliche Unterlagen beschlagnahmten und diese auswerteten, fanden sie auch noch andere Probleme. Bei der Durchsicht tausender Dokumente soll sich der Verdacht erhärtet haben, dass der Konzern auch mit unrechtmäßigen Mitteln zu verhindern versucht, dass seine Beschäftigten sich gewerkschaftlich organisieren und für ihre Rechte eintreten, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Um hierfür nun weitergehende Beweise sicherzustellen, führte die Polizei eine weitere Hausdurchsuchung durch. Diese ereignete sich heute in einer Niederlassung, in der defekte Produkte von Samsung Electronics repariert werden. Seitens des Unternehmens bestätigte man, dass die Behörden vor Ort waren, wollte aber keine weiteren Angaben zu den Umständen machen.
Ebenso kämpfen seit vielen Jahren ehemalige Beschäftigte beziehungsweise deren Hinterbliebene um Entschädigungen für schwere Erkrankungen, die auf den Umgang mit giftigen Substanzen in der Chip-Produktion zurückgeführt werden. Das Unternehmen weigerte sich bisher die Betroffenen zu unterstützen und erklärte, dass es keine klaren Beweise dafür gäbe, dass die Erkrankungen durch die Arbeit hervorgerufen wurden.
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Als die Behörden in deren Rahmen geschäftliche Unterlagen beschlagnahmten und diese auswerteten, fanden sie auch noch andere Probleme. Bei der Durchsicht tausender Dokumente soll sich der Verdacht erhärtet haben, dass der Konzern auch mit unrechtmäßigen Mitteln zu verhindern versucht, dass seine Beschäftigten sich gewerkschaftlich organisieren und für ihre Rechte eintreten, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Um hierfür nun weitergehende Beweise sicherzustellen, führte die Polizei eine weitere Hausdurchsuchung durch. Diese ereignete sich heute in einer Niederlassung, in der defekte Produkte von Samsung Electronics repariert werden. Seitens des Unternehmens bestätigte man, dass die Behörden vor Ort waren, wollte aber keine weiteren Angaben zu den Umständen machen.
Keine Überraschung
Überraschend wäre es aber nicht, wenn die Ermittler erfolgreich wären. Denn Samsung gilt generell nicht gerade als fairer Partner seiner Beschäftigten. Schon 2013 gab es Ermittlungen wegen illegaler Unterdrückungsmaßnahmen gegen Beschäftigte, die sich gewerkschaftlich engagierten. Das Verfahren wurde aber eingestellt, da die Behörden die Herkunft eines wichtigen Dokumentes nicht verifizieren konnten.Ebenso kämpfen seit vielen Jahren ehemalige Beschäftigte beziehungsweise deren Hinterbliebene um Entschädigungen für schwere Erkrankungen, die auf den Umgang mit giftigen Substanzen in der Chip-Produktion zurückgeführt werden. Das Unternehmen weigerte sich bisher die Betroffenen zu unterstützen und erklärte, dass es keine klaren Beweise dafür gäbe, dass die Erkrankungen durch die Arbeit hervorgerufen wurden.
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