Keine Experimente mehr: HP kauft lieber Samsungs Drucker-Geschäft

Logo, Hp, Hewlett-Packard, Hewlett Packard, HP Spectre Bildquelle: HP
Der Computerkonzern HP muss aufgrund der anhaltenden Krise im PC-Segment neue Schwerpunkte setzen. Nachdem Versuche, in neuen Produktkategorien bisher stets kläglich scheiterten, stärkt man nun eben das als einträglich bekannte Drucker-Geschäft und kauft dafür die entsprechende Sparte von Samsung ab.
Wie das Unternehmen mitteilte, lässt man sich den Deal 1,05 Milliarden Dollar kosten. Zusätzlich hat Samsung sich verpflichtet, HP-Aktien im Wert zwischen 100 Millionen und 300 Millionen Dollar auf dem freien Aktienmarkt aufzukaufen, was positive Effekte auf den Kurs des Wertpapieres nach sich ziehen dürfte. Wir haben es hier außerdem mit der ersten nennenswerten Akquisition seit der Aufspaltung des Hewlett-Packard-Konzerns zu tun.

Das Geschäft mit Druckern und Zubehör war für HP bisher im Grunde ein ziemlich sicheres Standbein - auch wenn hier nicht gerade ein großes Wachstum zu erwarten war konnte man sich doch immer auf ordentliche Einnahmen verlassen. Doch auch hier muss man inzwischen aktiver werden, da insbesondere die diversen mobilen Endgeräte dann doch langsam aber sicher dazu führen, dass viele Nutzer immer weniger Bedarf an Ausdrucken haben.


Unabhängigkeit von Canon

Die Übernahme der Drucker-Sparte von Samsung soll HP daher nicht nur sofort ein Mehr an Einnahmen einbringen. Über den Deal verschafft sich der Konzern auch einen besseren Zugang zum lukrativen Kopierer-Markt, in dem man bisher kaum einen Fuß auf den Boden bekommen hat. Nicht weniger wichtig ist auch der Zufluss an verschiedenen Technologien und den zugehörigen Patenten, womit sichergestellt werden soll, dass HP in der nächsten Zeit einfacher und flexibler einige neue Produkte auf den Markt bringen kann.

HP ist insbesondere beim Laser-Printing im High End-Segment auf Patentlizenzen von Canon angewiesen. Samsung kann hier hingegen mit eigenen Schutzrechten aufwarten, so dass die Entwicklung neuer Produkte in dem Bereich nicht immer auch an Nachverhandlungen und/oder mit einzuberechnenden Gebühren verbunden ist.

Für die Samsung-Gruppe ist der Verkauf ebenfalls recht sinnvoll. Denn im Elektronik-Bereich konzentriert sich das Unternehmen ohnehin in erster Linie auf Segmente, die hohe Wachstumschancen bieten. Im Druck-Sektor kann man hingegen maximal damit rechnen, dass man eine solide Basis-Einnahme im Konzern hat, die kaum signifikanten Schwankungen unterworfen ist.

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