iPhone-Kartell? Russische Behörde wundert sich über Einheitspreis
Dem Computerkonzern Apple droht neues Ungemach durch Kartellwächter. In Russland ist die zuständige Behörde hellhörig geworden, weil neue iPhones quasi bei jedem Anbieter zum gleichen Preis zu haben sind. Das riecht zumindest nach verbotenen Absprachen.
Das russische Kartellamt FAS hat nach eigenen Angaben eine Untersuchung gegen den Konzern, seine regionale Vertriebsgesellschaft Apple Rus und verschiedene Partner eingeleitet. Einbezogen in das Verfahren werden auch diverse Tochtergesellschaften Apples, wie Apple Holding B.V., Apple Sales Ireland und Apple Operations International.
Es steht demnach die Frage im Raum, warum die aktuellen Modelle iPhone 6S und iPhone 6S Plus in Russland bei 16 verschiedenen Handelsketten und Mobilfunkbetreibern zu exakt dem gleichen Preis zu haben sind. Bei der Behörde hegt man den Verdacht, dass der vom Konzern empfohlene Verkaufspreis hier eben nicht als Empfehlung, sondern als Vorgabe verstanden wird.
Da liegt der Verdacht nahe, dass es seitens der Apple-Firmen eine irgendwie geartete Koordination der Preisgestaltung bei den diversen Vertriebspartnern gab. Das wäre nach dem Kartellrecht allerdings eine unerlaubte Preisabsprache, die man seitens des Kartellamtes mit entsprechenden Sanktionen unterbinden müsste.
In anderen Ländern scheint es diese Probleme nicht zu geben. Insbesondere um den Verkaufsstart herum, sind die Preise zwar auch hierzulande auf einem ähnlichen Niveau, was aber vor allem daraus resultiert, dass die Händlermargen in dem Bereich keine allzu großen Spielräume zulassen. Exakt gleiche Preise über den Markt hinweg, gibt es hingegen selten.
Es steht demnach die Frage im Raum, warum die aktuellen Modelle iPhone 6S und iPhone 6S Plus in Russland bei 16 verschiedenen Handelsketten und Mobilfunkbetreibern zu exakt dem gleichen Preis zu haben sind. Bei der Behörde hegt man den Verdacht, dass der vom Konzern empfohlene Verkaufspreis hier eben nicht als Empfehlung, sondern als Vorgabe verstanden wird.
Suche nach Ursachen
An dieser Stelle wäre dann natürlich zu klären, wie es dazu kommt. Denn auch bei den Vorgängern sei dies schon beobachtet worden und es ist recht unwahrscheinlich, dass alle Vertriebspartner völlig unabhängig voneinander zu der Entscheidung gelangten, genau den Empfehlungen des Herstellers zu folgen.Da liegt der Verdacht nahe, dass es seitens der Apple-Firmen eine irgendwie geartete Koordination der Preisgestaltung bei den diversen Vertriebspartnern gab. Das wäre nach dem Kartellrecht allerdings eine unerlaubte Preisabsprache, die man seitens des Kartellamtes mit entsprechenden Sanktionen unterbinden müsste.
In anderen Ländern scheint es diese Probleme nicht zu geben. Insbesondere um den Verkaufsstart herum, sind die Preise zwar auch hierzulande auf einem ähnlichen Niveau, was aber vor allem daraus resultiert, dass die Händlermargen in dem Bereich keine allzu großen Spielräume zulassen. Exakt gleiche Preise über den Markt hinweg, gibt es hingegen selten.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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