iPhone-Kartell? Russische Behörde wundert sich über Einheitspreis

Dem Computerkonzern Apple droht neues Ungemach durch Kartellwächter. In Russland ist die zuständige Behörde hellhörig geworden, weil neue iPhones quasi bei jedem Anbieter zum gleichen Preis zu haben sind. Das riecht zumindest nach verbotenen Absprachen. mehr... Apple, Iphone, iPhone 6S, iPhone 6S Plus, Apple iPhone 6S Bildquelle: Apple Apple, Iphone, iPhone 6S, iPhone 6S Plus, Apple iPhone 6S Apple, Iphone, iPhone 6S, iPhone 6S Plus, Apple iPhone 6S Apple

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Reiner Zufall, da bin ich mir sicher!!1!
 
@Sam Fisher: Joooo siiiicher - bei Apple is ja "alles" reiner Zufall MUAHAHA ;-)
 
Apple diktiert die Preise doch sowieso. Ist das etwa ein Geheimnis?
 
@frilalo: Offensichtlich, denn sonst müsste das Kartellamt nicht ermitteln.
 
@frilalo: Ich finde das auch etwas merkwürdig. Die Hersteller von bestimmen Modemarken geben auch oft die Preise vor, zu welchem Preis Kleidung verkauft werden darf. Wenn ein Händler sich hier nicht dran hält, bekommt dieser schlechtere Konditionen und wird je nachdem verspätet oder auch nicht mehr beliefert. Zu dem Thema (aber ein anderer Industriezweig) gab es letztes Jahr eine ZDF-Dokumentation.
 
@Mobius1991: Apple macht (zumindest in der Schweiz) genau das Gleiche. Die Swisscom wird seit Wochen kaum bis gar nicht beliefert, weil man den Druck erhöhen will.
 
@frilalo: Verstehe auch nicht die künstliche Aufregung... Jeder weiß, dass Apple bei den Preisen seiner Geräte mitsprechen möchte.
 
Müsste ein Kartellamt dann nicht eher gegen das Kartell vorgehen? Denn laut Definition ist ein Kartell ein Zusammenschluss von Konkurrenten, die dann Preisabsprachen treffen. Kann mich auch irren, aber ein Kartell besteht nicht aus einer Firma. Apple ist natürlich für seine Sturheit bekannt, da liegt schon der "Verdacht" nahe, dass die bei keinem Geschäftspartner von ihren Preisvorstellungen abweichen. Allerdings wäre das kein Kartell und auch kein illegales Vorgehen, da es schließlich ihr Produkt ist.
Na WF wird uns bestimmt auf dem Laufenden halten und uns das Ergebnis der Ermittlung mitteilen.
 
@New_world_disorder: Die Konkurrenten sind die unterschiedlichen Verkaufsstellen. Die gehören ja nicht alle Apple. Wenn aber alle konkurrierenden Verkaufsstellen inkl. Apple den selben Preis haben, dann steht hier womöglich die ein oder andere Absprache zwischen diesen Konkurrenten im Raum...
 
@Knarzi81: Ja das sag ich ja, aber das wäre dann eine Absprache zwischen den Konkurrenten, also den Verkaufsstellen. Von Apple als Verkaufsstelle steht nichts im Beitrag, sofern tritt Apple lediglich als Anbieter seiner Hardware gegenüber den Verkaufsstellen auf.
Wenn Apple seine Geräte allen Verkaufsstellen zum selben Preis "anbietet", und die Verkaufsmarge der Verkaufsstellen gering ist (Apple nicht nicht berühmt für Rabatte), dann ergibt sich der identische Preis ganz einfach aus dem Kontext. Ist aber eben nur ne Überlegung von mir, wir werden ja sehen, was bei rauskommt.
 
@New_world_disorder: Hauptsache irgendwie Apple damit in Verbindung gebracht, dass ist doch der Sinn und Zweck der Berichterstattung.
 
@Ex!Li: Wir bringen das nicht irgendwie mit Apple in Verbindung. Die FAS sagt, das sie unter anderem gegen Apple und diverse Tochterfirmen ermitteln. Sollen wir das verschweigen?
 
@New_world_disorder: Das "Preisdiktat" nennt sich "Preisvorgabe" und ist Kartellrechtlich verboten.
http://www.shopbetreiber-blog.de/2013/07/31/herstellerdruck-auf-die-preise-bgh-urteil-hat-auch-auswirkungen-auf-den-cross-border-vertrieb/

Die Definition von Kartell ist sehr schwammig, ein Kartell ist einfach nur eine Preisabsprache (Vereinbarung, Zusammenschluss) von mehreren Akteuren auf dem Markt. Wenn nun mehrere Händler den gleichen Preis haben und diesen untereinander nicht abgesprochen haben sondern diesen diktiert bekommen haben ist der Hersteller auch ein Marktakteur und die Begrifflichkeit "Kartell" ist korrekt gewählt.
 
@otzepo: Und dieses Urteil ist in Russland auch gültig?
 
@New_world_disorder: Das russische Kartellrecht ist strenger als unseres, wenn es in der EU verboten ist ist es in Russland höchst wahrscheinlich auch verboten.
In den letzten Jahren ist der Markt in Russland liberaler geworden und nähert sich der EU an, aber wie gesagt, was hier nicht erlaubt ist ist auch dort nicht erlaubt.
 
@otzepo: Mit "höchst wahrscheinlich" kommen wir nicht weiter.
 
@New_world_disorder: Kapierst du es echt nicht? Preisabsprachen und Preisvorgaben sind WELTWEIT (in jedem Land mit einer Kartellbehörde) kartellrechtlich verboten.
 
@otzepo: Brauchst doch nicht gleich wütend zu werden ;) Was Du nämlich nicht kapierst, obwohl ich das oben bereits beleuchtet habe, ist: Kartelle sind Preisabsprachen zwischen _Konkurrenten_. Was Du aber beschreibst, ist keine Absprache, sondern eine Vorgabe, und zwar eine vertraglich vereinbarte zum Verkaufspreis zwischen Anbieter und Händler. Und genau daher äußerte ich meine Bedenken, ob ein Vorgehen gegen Apple kartellrechtlich sinnvoll wäre.
 
@New_world_disorder: Falsch, Kartelle sind Absprachen und Zusammenschlüsse von sogenannten Marktakteuren. Marktakteure brauchen nicht in Konkurrenz zueinander stehen.

Beispiel: Eine Pizzaria lässt sich von einer Käserei den Käse exklusiv liefern, die anderen Pizzarien in der Umgebung werden nun nicht mehr vom Käsemann beliefert = Kartell
 
@otzepo: Ähm, Dein Pizzabeispiel ist kein Kartell, sondern ein Exklusivvertrag.

Bitte informiere Dich, was ein Kartell ist, meinetwegen auch auf Wikipedia. An Deinem Beispiel hat man gesehen, dass Du dahingehend wohl Defizite hast.

Damit ist das Gespräch hier beendet.
 
@New_world_disorder: § 1 GWB: Verbot wettbewerbsbeschränkender Vereinbarungen Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken, sind verboten.

Es gibt horizontale Beschränkungen, dabei handelt es sich um deine Definition, da geht es um Konkurrenten - es gibt aber auch vertikal Beschränkungen, da geht es um zB die Lieferkette.

Lesestoff:
http://www.jura.uni-wuerzburg.de/fileadmin/02140600/Lehre/WS_2012_2013/Kartellrecht_Skriptum_14.1.2013_-_vollstaendig.pdf

oder auch interessant:
http://www.jura.uni-wuerzburg.de/fileadmin/02140600/Aktuelles/Ringvorlesung_Einheit_2_Bernhard_Kartellverbot_141015.pdf
 
iPhone-Preise sind auch bei uns nicht besonders unterschiedlich bei den meisten Händlern, das 6s mit 64GB kostet aktuell ca. 760-780€ bei größeren Händlern (Notebooksbilliger, Mindfactory, Amazon etc.), bei Apple 854€. Ein Galaxy S7 ist dagegen bei einer UVP von 699€ inzwischen für 560€ zu haben. Es ist allgemein zu beobachten, dass Apple-Produkte beim Händler recht preisstabil sind, scheinbar führen die geringen Händlermargen dann irgendwie doch zu ähnlichen Preisen.
 
@bigbang514: Samsung und Co. geben ihre Preisnachläse die sie mit der Zeit auf die Einzelkomponenten erhalten, an Kunden und Einzelhändler weiter. Dadurch sinken die Gerätepreise mit der Zeit immer weiter. Apple macht das nicht.
 
@Knarzi81: Das ist aber nicht verboten. Und wenn Samsung preisstabil ihre Geräte anbieten könnte, würden sie es auch tun.
 
@New_world_disorder: Siehst du irgendwo in meinem Posting eine Wertung zu dem Sachverhalt? Da stehen einfach nur ganz plump zwei Fakten.
 
@Knarzi81: Wobei die Frage erlaubt sein sollte, was Du dadurch mitteilen wolltest, vor allem im Kontext zum Newsbeitrag.
 
@New_world_disorder: Tja, ich würde mal sagen, ich habe einfach auf einen Kommentar geantwortet, in dem es um die Preisstabilität zwischen Apple und Samsung ging. Vielleicht solltest du diesen zuerst lesen, dann klappt das auch mit dem Kontext und so. Ich helfe dir aber gern:

"Es ist allgemein zu beobachten, dass Apple-Produkte beim Händler recht preisstabil sind..."
 
Alter, das ist doch seit Jahren schon bekannt das die Margen, die die Händler an Apple Geräten haben können für gewöhnlich noch geringer sind als sonst schon, und daher einfach kein großer Preiskampf machbar ist.
Kein Wunder das die Preise da fast überall gleich sind, ist bei uns ja auch fast so.
 
@kazesama: Eben - Apple gibt keine Rabatte auf seine Geräte - Jeder Händler kauft diese Geräte zum gleichen Preis. Und dieser VK ist so hoch, dass den Händlern kein Spielraum bleibt.
Apple ist nun mal der einzige Hersteller seiner Geräte und kann den Preis beliebig diktieren. Die einzigen die an Applegeräten verdienen, ist Apple selbst. Bei den Händlern/Vertriebspartner liegen die Margen so bei 1%-2%. Also dürften die bei einem iPhone um die 10€ -15 € verdienen.
Apple ist einer der härtesten Geschäftspartener auf Erden. Und wer da nicht aufpasst, wird da ganz schnell gefressen.
Apple hat ein Monopol auf seine eigenen Produkte, von der Entwicklung über Produktion bis zum Vertrieb. Selbst Ersatzteile kriehst nur von Apple, da Apple niemanden Lizenzen erteilt. So what aber auch.
 
@LastFrontier: "Apple hat ein Monopol auf seine eigenen Produkte,"

Mal losgelöst vom Thema Apple, findest Du diese Aussage nicht etwas peinlich? Du möchtest Dich bitte darüber informieren, was ein Monopol ist. Und komm mir jetzt bitte nicht, dass es keine Geräte von Drittherstellern mit iOS gibt, das hat nämlich nichts damit zu tun.
 
@LastFrontier: 10-15€ an einem frei verkauften iPhone wäre schon zu hoch gegriffen.

Will man ein Gerät das man über einen der Netzbetreiber bezogen hat ohne Vertrag verkaufen muss schon mal gerne 50-100 auf den Apple-Preis drauf schlagen um keinen Verlust zu machen.
 
@Triabolo: Du kannst da nichts aufschlagen. Dann kaufen die Leute direkt über Apple.
Vertragshandys werden über den Vertrag finanziert - Also die Kommunikationskosten. Damit verdienen die Provider. Die Geräte sind nur Lockvögel.
Je nach Vertrag kannst du dir bei einer Laufzeit von 2 Jahren ohne Vertag zwei iPHones kaufen.
Ein Vertragshandy ist nichts anderes als ein Kredit zu horreneden Zinsen, ja sogar Wucher.
Hinzu kommt, dass die aktuellen Top-Handys im Unteren Vertragsbereich nicht zu bekommen sind. Da sind 40.-€ pro Monat keine Seltenheit. Sind also mindestens 960.-€ in zwei Jahren. Also die Provider legen keinesfalls drauf. Egal wie günstig ein Angebot auf den ersten Blick auch scheint.
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