Kurssturz: Nintendo entschärft selbst den Pokémon Go-Aktienrausch
Der japanische Videospielkonzern Nintendo hat bisher enorm vom Hype um Pokémon Go profitiert, an der Tokioter Börse legte man einen Höhenflug hin. Und das zu Unrecht, da man mit dem derzeit so populären AR-Spiel nur indirekt etwa zu tun hat. Deshalb hat das Nintendo-Management ein Statement veröffentlicht, in dem man auf diesen Umstand explizit hinweist.
Das wurde jetzt auch dem Management von Nintendo zu viel: Am Freitag veröffentlichte man nach Börsenschluss ein offizielles Statement (PDF), in dem man hervorhob, dass Pokémon Go ein Spiel von Entwickler Niantic und The Pokémon Company sei. Letztere ist zwar eine Nintendo-Tochter, an der man mit 32 Prozent beteiligt ist, man rechnet aber aufgrund spezifischer wirtschaftlicher Verflechtungen nur mit einer "begrenzten" Auswirkung auf die eigenen Zahlen.
Und das Nintendo-Statement hat seine Wirkung auch nicht verfehlt: Heute folgte der Absturz des Nintendo-Papiers. Laut Bloomberg sackte die Aktie heute um 17 Prozent ab, das ist auch so ziemlich das Maximum, da in Tokio Sicherheitsmaßnahmen aktiviert werden, wenn der Kurs eines Unternehmens um 18 Prozent fällt (via Bloomberg). Nintendo hat damit aber sicherlich gerechnet, man wollte sicherlich verhindern, dass die Blase sich noch weiter aufbläht und dann spektakulär platzt.
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Kurs-Sog
Der Pokémon Go-Hype ist ungebrochen und hat auch so manche wirtschaftliche Folge. Allen voran Nintendo wurde von einem regelrechten Sog erfasst: Das Unternehmen konnte seinen Börsenwert verdoppeln, mit der wirtschaftlichen Realität des Konzerns hatte das aber nichts zu tun.Das wurde jetzt auch dem Management von Nintendo zu viel: Am Freitag veröffentlichte man nach Börsenschluss ein offizielles Statement (PDF), in dem man hervorhob, dass Pokémon Go ein Spiel von Entwickler Niantic und The Pokémon Company sei. Letztere ist zwar eine Nintendo-Tochter, an der man mit 32 Prozent beteiligt ist, man rechnet aber aufgrund spezifischer wirtschaftlicher Verflechtungen nur mit einer "begrenzten" Auswirkung auf die eigenen Zahlen.
Notbremse
Dieses Statement sollte den euphorisierten Börsianern mitteilen: Macht mal halblang. Insidern aus der Gaming-Branche war dies von Anfang an bewusst, als der Höhenflug begann, strichen viele hervor, dass Nintendo auch deshalb so profitiert, weil man keine "besseren" Aktien kaufen kann: Niantic und The Pokémon Company sind beide nicht börsennotiert.Und das Nintendo-Statement hat seine Wirkung auch nicht verfehlt: Heute folgte der Absturz des Nintendo-Papiers. Laut Bloomberg sackte die Aktie heute um 17 Prozent ab, das ist auch so ziemlich das Maximum, da in Tokio Sicherheitsmaßnahmen aktiviert werden, wenn der Kurs eines Unternehmens um 18 Prozent fällt (via Bloomberg). Nintendo hat damit aber sicherlich gerechnet, man wollte sicherlich verhindern, dass die Blase sich noch weiter aufbläht und dann spektakulär platzt.
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