Microsoft gibt Ende der Handy-Produktion in Finnland bekannt
Microsoft hat heute bestätigt, was schon im Mai absehbar war: das Unternehmen gibt Entwicklung und Fertigung von Mobiltelefonen in Nokias Heimatland Finnland endgültig auf. Auch die letzten 1350 Stellen in diesem Bereich werden in dem skandinavischen Land nun gestrichen - das endgültige Ende einer Ära.
Wie der finnische Fernsehsender YLE berichtet, teilte Microsoft Mobile jüngst mit, dass die Verhandlungen zum ordnungsgemäßen Abbau der verbleibenden Arbeitsplätze jetzt abgeschlossen wurden. In der Folge werden 1350 Jobs wegfallen, was genau der Zahl entspricht, die man im Mai bei Beginn der Verhandlungen um den Stellenabbau prognostiziert hatte.
Mit dem heutigen Tag findet die Herstellung von Handys und Smartphones in Finnland ihr definitives Ende, denn es gibt keinen weiteren Hersteller, der in dem Land Geräte bauen lässt. Bereits früher hatten die Redmonder die Produktion weitestgehend eingestellt und nur noch einige wenige Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen weiter betrieben.
Siehe auch: Microsoft macht eine der Wiegen der Smartphone-Welt endgültig dicht
Ab sofort erfolgt sämtliche Entwicklungsarbeit rund um Microsofts Smartphones ausschließlich in den USA, wo auch einige der bisher in Finnland tätigen Mitarbeiter neue Aufgaben bekommen sollen. Der Großteil der Entlassungen soll bereits in wenigen Wochen abgewickelt sein, während der Vorgang bis Ende nächsten Jahres vollständig abgeschlossen sein soll.
Erst in der letzten Woche wurde auch der Verkauf der verbleibenden Fertigungsstätten für Smartphones und Feature Phones von Microsoft beziehungsweise Nokia in Vietnam abgeschlossen. Ab sofort gehört der vietnamesische Standort von Microsoft Mobile einer Tochter des taiwanischen Vertragsfertigers Foxconn. Von dort waren die letzten von Microsoft selbst gefertigten Geräte gekommen.
Aktuell ist offen, ob Microsoft überhaupt noch weitere Smartphones oder Feature Phones baut und welchen Vertragsfertiger man mangels eigener Standorte nutzt. Die Redmonder versuchen seit einiger Zeit mit Lockangeboten die Bestände zu reduzieren, doch mangels Interesse ist fraglich, wie gut man dabei vorankommt. Die Lager von Distributoren und Handel dürften vorläufig noch gut gefüllt sein.
Mit dem heutigen Tag findet die Herstellung von Handys und Smartphones in Finnland ihr definitives Ende, denn es gibt keinen weiteren Hersteller, der in dem Land Geräte bauen lässt. Bereits früher hatten die Redmonder die Produktion weitestgehend eingestellt und nur noch einige wenige Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen weiter betrieben.
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