Anonymous in Seenot: Flucht nach Kuba ist nicht ganz gelungen

Netzwerk, Anonymität, Tüte Bildquelle: Public Domain
Als Drahtzieher eines DoS-Angriffs auf ein Kinderkrankenhaus fahndete die US-Bundespolizei seit einiger Zeit nach einem Mann aus dem Nordosten der USA. Seiner Habhaft wurde man nun aber erst, nachdem dieser in der Karibik aus Seenot gerettet wurde.
Die Aktion gegen die Klinik war wie ein üblicher Rachefeldzug des Anonymous-Kollektivs organisiert. Mit einem entsprechenden Video wurde nach Mitstreitern für die #OpJustina gesucht und schließlich im Oktober 2014 die Attacke gestartet. Das Ziel war das Boston Children's Hospital. Webseite und verschiedene IT-Systeme der Klinik waren daraufhin für gut eine Woche blockiert und es entstand ein Schaden von schätzungsweise 300.000 Dollar.

Es dauerte eine Weile, bis die Ermittler des FBI die Identität desjenigen herausfanden, der das Video veröffentlicht hatte. Bevor man diesen jedoch aufsuchen und vernehmen konnte, gingen Vermisstenanzeigen von Familienangehörigen und dem Chef ein. Seit mehreren Tagen habe man nun schon kein Lebenszeichen von dem Gesuchten mehr vernommen, berichtete der US-Sender NBC.


Rettung auf der Flucht

Das hat sich jetzt allerdings geändert. Ein Kreuzfahrtschiff des Disney-Konzerns war in der Nähe der kubanischen Küste auf ein Segelboot in Seenot getroffen und rettete die Insassen - den Verdächtigen und seine Frau. FBI-Beamte, die auf den Bahamas stationiert waren, fanden den Mann in der Fahndungsdatenbank und informierten ihre Kollegen auf dem Festland. Offenbar hatte der Beschuldigte die Seereise in seiner Heimatstadt an der nördlichen Ostküste der USA angetreten und versuchte, sich nach Kuba abzusetzen. Darauf, dass es sich nicht um einen einfachen Ausflug handelte, wies auch die Tatsache hin, dass sich auf dem Boot die meisten Habseligkeiten des Paares inklusive dreier Notebooks befanden.

Auslöser der #OpJustina war übrigens ein Fall einer unglücklichen Fehldiagnose. Die Mitarbeiter in dem Krankenhaus hatten vor einiger Zeit ein Mädchen behandelt, das mehrere Hämatome am Körper hatte. Entsprechend fiel der Verdacht auf Kindesmisshandlung und die Sache ging bis vor Gericht. Erst im Zuge der Verhandlung konnte dann aufgeklärt werden, dass die Blutergüsse die Folge kleinerer, alltäglicher Stöße und Rempler waren, da das Kind an einer entsprechenden Erbkrankheit leidet. Netzwerk, Anonymität, Tüte Netzwerk, Anonymität, Tüte Public Domain
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