Nigeria Connection mit neuen Methoden wieder da - und vor Gericht

E-Mail, mailing, E Mail Bildquelle: ideagirlmedia / Flickr
Neue Methoden der so genannten Nigeria Connection ermöglichten einem mutmaßlichen Betrüger einen beachtlichen Erfolg. Doch US-Behörden gelang es, die Sache aufzuklären. Nun muss sich ein 28-Jähriger vor Gericht verantworten und mit einer hohen Haftstrafe rechnen.
Angeklagt ist ein Mann, der sich mit einem Studenten-Visum in den USA aufhielt und im vergangenen August in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland verhaftet wurde und seitdem in Untersuchungshaft sitzt. Diesem soll es laut der Klageschrift gelungen sein, insgesamt 17 Unternehmen, die im nördlichen Texas ansässig sind, hinters Licht zu führen und über 600.000 Dollar zu erbeuten, berichtete das Lokalblatt Dallas News.

Die US-Behörden sehen ihn als Angehörigen der Nigeria Connection an, die schon vor vielen Jahren damit bekannt wurde, über betrügerische E-Mails Geld von Internet-Nutzern zu erbeuten. Früher wurde immer wieder vorgegaukelt, dass man mit Hilfe der Opfer höhere Summen außer Landes bringen wollte und dabei Unterstützung bräuchte. Im Gegenzug sollten die Empfänger der E-Mails fürstlich an den jeweiligen Summen beteiligt werden.

Alte Wege mit neuer Masche

Allerdings ist diese Masche inzwischen hinlänglich bekannt und dürfte kaum noch ziehen. Daher verlagert man sich inzwischen auf neue Methoden - gleich bleibt allerdings, dass E-Mails mit Social Engineering-Praktiken zum Einsatz kommen. Im aktuellen Fall soll der Angeklagte einen elektronischen Schriftverkehr mit Führungskräften der jeweiligen Firma vorgetäuscht haben, den er dann gezielt an Angestellte aus der Buchhaltung schickte. Diese wurden so dazu gebracht, gefälschte Rechnungen zu bezahlen.

Das Verfahren kommt offenbar in ausreichend hohem Umfang zum Einsatz, so dass sich die US-Bundespolizei FBI vor einiger Zeit genötigt sah, offiziell vor diesem "Business Email Compromise" zu warnen. Insgesamt sollen bereits rund 7.000 Firmen zum Opfer dieser Betrugsmasche geworden sein und rund 750.000 Dollar verloren haben. Daher geht man bei der Behörde auch davon aus, dass hinter der nun zu verhandelnden Sache keineswegs nur der einzelne Angeklagte als vermeintlicher Einzeltäter steht, sondern dass dieser als Mitglied einer organisierten Gruppe agierte.

Obwohl es sich bei dem Angeklagten also wohl eher um einen Mittelsmann handelte, der im Auftrag anderer aktiv und nur Zwischenstation für die Beträge war, muss dieser nun mit einer saftigen Strafe rechnen. Die einzelnen Anklagepunkte könnten im Maximum zu einer Haftstrafe von 30 Jahren und einer Geldbuße von rund einer Million Dollar führen.

Zum Thema: Deutsche Bank-Mitarbeiter halfen Nigeria Connection E-Mail, mailing, E Mail E-Mail, mailing, E Mail ideagirlmedia / Flickr
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