Nigeria Connection ist noch da - und erbeutete gerade 60 Mio. Dollar

Internet, Spam, Betrug, Phishing, Abzocke Bildquelle: betacontinua / Flickr
Die Betrugsmasche der so genannten Nigeria Connection dürfte so manchem Nutzer noch in Erinnerung sein. Und auch wenn diese ihren Höhepunkt vor über zehn Jahren hatte, gibt es offenbar noch immer Aktivitäten, wie eine aktuelle Erfolgsmeldung von Interpol zeigt.
Die Nigeria Connection wurde zu einem Begriff, als das Netz gerade erst zu einem Massenmedium wurde. Damals tauchten immer wieder E-Mails auf, in denen vermeintliche Nachkommen reicher Stammesfürsten oder gestorbener Regierungsmitarbeiter um Hilfe baten. Der Absender gab vor, Geld ins Ausland schaffen zu wollen. Dafür brauchte er aber eine Startfinanzierung und der edle Investor sollte für seine Mühen einen fürstlichen Anteil erhalten. Wenn der Betrag tatsächlich überwiesen wurde, war er schlicht weg.

Irgendwann verfing die ursprüngliche Variante natürlich kaum noch und wurde von Kriminellen in anderen Ländern übernommen, doch die Strukturen in Nigeria bestanden fort und suchten immer neue Möglichkeiten, über ähnliche Betrugsschienen zu Geld zu kommen. Einen besonders aktiven Ring konnten die lokalen Behörden in Zusammenarbeit mit Interpol jetzt zerschlagen. Der Kopf der Bande wurde festgenommen.

Wirtschafts-Betrug im größeren Stil

Die Gruppe um den 40-Jährigen hatte sich seit einiger Zeit vor allem darauf spezialisiert, kleine und mittelständische Firmen zu ihren Opfern zu machen. Rund 40 Mitglieder gehörten zu der kriminellen Organisation, die nicht nur in Nigeria vertreten war, sondern auch über Mitarbeiter in Südafrika und Malaysia verfügte.

Laut dem bisherigen Ermittlungsstand war es der Gruppe gelungen, teils beträchtliche Beträge von Unternehmen in Ländern auf nahezu allen Kontinenten zu ergaunern. Hierbei kamen natürlich nicht mehr einfach nur E-Mails mit Standardformulierungen zum Einsatz, sondern wesentlich ausgefeiltere Vorgehensweise inklusive Spionage-Angriffen mit Malware. Es soll so gelungen sein, von rund 40 Firmen, die den Ermittlern bekannt sind, etwa 60 Millionen Dollar zu erbeuten. In einem Fall brachte man die Buchhaltung einer Firma sogar dazu, 15,4 Millionen Dollar für vermeintliche Leistungen zu zahlen. Internet, Spam, Betrug, Phishing, Abzocke Internet, Spam, Betrug, Phishing, Abzocke betacontinua / Flickr
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