Deutsche Bank-Mitarbeiter halfen Nigeria Connection

Fernsehen, Betrug, Cybercrime Bildquelle: Don Hankins / Flickr
Die Deutsche Bank hat sich in Spanien erneut wegen einer Beteiligung eines ihrer Mitarbeiter an der so genannten Nigeria Connection juristischen Ärger eingehandelt.
In Madrid wurde jetzt laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins 'Der Spiegel' (morgige Ausgabe) ein Mitarbeiter des Konzerns verhaftet, weil er der Betrügerbande geholfen haben soll, die gutgläubigen Bürger um etliche Millionen Euro zu erleichtern. Die Gruppe um den Nigerianer Prince Emeka Nwanbu ging dabei nach dem Muster der sogenannten nigerianischen Briefe vor, die viele Nutzer schon per E-Mail erhalten haben.

Den Opfern wird dabei erklärt, Verwandte hätten ihnen ein großes Vermögen vererbt oder aus anderen Gründen überschrieben. Ehe das Geld überwiesen werden könne, müssten die Begünstigten jedoch verschiedene Gebühren und Steuern zahlen. Nun würden sie jemanden Suchen, der ihnen hier finanziell aushelfen kann und versprechen im Gegenzug eine lukrative Beteiligung am herauskommenden Vermögen. Von den versprochenen Millionen sahen die Geschädigten allerdings nie etwas.

In mindestens sechs Fällen lotsten die Betrüger ihre Opfer im aktuellen Fall in die Niederlassung der Deutschen Bank in Madrid, um sich einen seriösen Anstrich zu geben. Dort forderte ein damaliger Mitarbeiter des Konzerns sie noch einmal zu den Vorabzahlungen auf. Die Geschäfte liefen zwar nicht über Systeme der Deutschen Bank, doch erhöhten sie so doch den Anschein, dass alles mit rechten Dingen zuginge.

Ein Beteiligter wurde bereits 2010 verhaftet, jetzt wird auch sein damaliger Vorgesetzter verdächtigt. Spanische Ermittler nahmen ihn vor drei Wochen fest - gegen Auflagen kam er zwischenzeitlich frei. Spaniens Nationaler Gerichtshof hat aber nicht nur den Mann angeklagt, sondern auch die Deutsche Bank verpflichtet, 12,2 Millionen Euro für drohende Schadensersatzzahlungen zu hinterlegen. Ob die tatsächlich für das Fehlverhalten ihres früheren Mitarbeiters einstehen muss, wird letztlich vor Gericht geklärt. Ein Sprecher des Instituts sagte, es gebe "keinerlei Vorwürfe bezüglich eines Fehlverhaltens seitens der Bank". Sie kooperiere mit den Behörden. Allerdings könnte das Gericht der Ansicht sein, dass die eigenen Sicherheits-Maßnahmen nicht ausreichten. Fernsehen, Betrug, Cybercrime Fernsehen, Betrug, Cybercrime Don Hankins / Flickr
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