Microsoft: Immer mehr Kapital geht am US-Fiskus vorbei
Ein immer größerer Anteil des Kapitals des Software-Konzerns Microsoft verbleibt in den Auslands-Niederlassungen des Unternehmens. Das hat zur Folge, dass die Gelder niemals in Kontakt mit den Steuerbehörden der USA kommen. Dies bringt Microsoft in den USA Kritik ein.
Aktuell beläuft sich das Kapital, das sich bei Microsoft außerhalb der USA angesammelt hat, auf 92,9 Milliarden Dollar. Wären diese Gelder stets über den Firmensitz in den USA geleitet und entsprechend verbucht worden, hätte der Fiskus des Landes in etwa zusätzliche 29,6 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen verzeichnen können.
Seitens vermeintlicher Patrioten kommen so auf Microsoft Vorwürfe zu, dass der Konzern Schlupflöcher in der Steuergesetzgebung nutze, um den Staatsorganen des Heimatlandes möglichst viel Geld vorzuenthalten. Damit hatten sich in der Vergangenheit auch schon mehrfach andere international agierende Unternehmen auseinandersetzen müssen.
Bei Microsoft sieht man dies naturgemäß anders. Seitens des Managements heißt es, dass sich hierin lediglich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eines international operierenden Unternehmens widerspiegelt. Als solches ist man längst nicht mehr so zentralistisch organisiert, dass der Hauptsitz in den USA die klare Spitze der Organisation darstellt und alle Aktivitäten hier zusammenlaufen. Vielmehr geht der Ckarakter der Firma hin zu einem Netzwerk zahlreicher Niederlassungen rund um die Welt, die auch untereinander interagieren.
Letztlich muss aber festgehalten werden, dass das Auslandskapital Microsofts in den letzten Jahren immer weiter angestiegen ist. Dabei handelt es sich allerdings nicht nur um direkte Umsätze, sondern auch um Gelder, die in Gewerbeimmobilien, Beteiligungen und vielem mehr stecken. Insbesondere in Zeiten knapper Staatskassen wird dabei natürlich der Ruf laut, dass ein Konzern eine solche Menge Geld, die fast doppelt so hoch ist, wie der Jahres-Etat des Heimat-Bundesstaates Washington, auch in den USA versteuert. Doch die Aufgabe des Managements ist es andererseits in erster Linie, den Wert des Unternehmens für die Anteilseigner zu steigern, und nicht, den US-Haushalt aufzuwerten.
Seitens vermeintlicher Patrioten kommen so auf Microsoft Vorwürfe zu, dass der Konzern Schlupflöcher in der Steuergesetzgebung nutze, um den Staatsorganen des Heimatlandes möglichst viel Geld vorzuenthalten. Damit hatten sich in der Vergangenheit auch schon mehrfach andere international agierende Unternehmen auseinandersetzen müssen.
Bei Microsoft sieht man dies naturgemäß anders. Seitens des Managements heißt es, dass sich hierin lediglich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eines international operierenden Unternehmens widerspiegelt. Als solches ist man längst nicht mehr so zentralistisch organisiert, dass der Hauptsitz in den USA die klare Spitze der Organisation darstellt und alle Aktivitäten hier zusammenlaufen. Vielmehr geht der Ckarakter der Firma hin zu einem Netzwerk zahlreicher Niederlassungen rund um die Welt, die auch untereinander interagieren.
Alles völlig legal
So, so hieß es, würden Einnahmen die in einem Land generiert werden, teilweise dort auch wieder investiert - oder direkt zu einer anderen Niederlassung weitergeleitet, wo sie benötigt werden, ohne, dass die Beträge dabei über die Konten des Konzernsitzes flössen. Dies, so wird betont, sei völlig legal. "Das bedeutet ja nicht, dass die Regelungen nicht verbesserungswürdig seien - im Gegenteil, wir glauben sogar, dass sie es sind und sollten", hatte der Microsoft-Manager William J. Sample einmal zu dieser Frage erklärt.Letztlich muss aber festgehalten werden, dass das Auslandskapital Microsofts in den letzten Jahren immer weiter angestiegen ist. Dabei handelt es sich allerdings nicht nur um direkte Umsätze, sondern auch um Gelder, die in Gewerbeimmobilien, Beteiligungen und vielem mehr stecken. Insbesondere in Zeiten knapper Staatskassen wird dabei natürlich der Ruf laut, dass ein Konzern eine solche Menge Geld, die fast doppelt so hoch ist, wie der Jahres-Etat des Heimat-Bundesstaates Washington, auch in den USA versteuert. Doch die Aufgabe des Managements ist es andererseits in erster Linie, den Wert des Unternehmens für die Anteilseigner zu steigern, und nicht, den US-Haushalt aufzuwerten.
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Christian Kahle
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