Microsoft: Immer mehr Kapital geht am US-Fiskus vorbei

Ein immer größerer Anteil des Kapitals des Software-Konzerns Microsoft verbleibt in den Auslands-Niederlassungen des Unternehmens. Das hat zur Folge, dass die Gelder niemals in Kontakt mit den Steuerbehörden der USA kommen. Dies bringt Microsoft in ... mehr... Microsoft, Gebäude, Headquarter Bildquelle: Microsoft Microsoft, Redmond, Campus Microsoft, Redmond, Campus

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Na und. War es Google oder Apple, die 30 Milliarden $ außerhalb der USA lagern? Sie machen ja nix illegales und wenn es das System es in den USA zulässt, wäre MS ja schön dumm, wenn sie das Geld ins Land holen.
 
@testacc: jepp. Ein Unternehmen muss wirtschaftlich agieren. Das Geld ins Inland zu bringen um es dann abgeben zu müssen ist nicht wirtschaftlich, sondern verschwenderisch.
 
@Wuusah: sehr seltsamer Kommentar! Hier geht es um das bezahlen von Steuern!
 
@Sequoia77: Aus Unternehmenssicht ist das egal wofür das Geld ist. Wenn man vermeiden kann, dass Geld aus dem Unternehmen raus geht, dann macht man das. Unternehmen haben in der Hinsicht eine Verpflichtung. Es ist die Aufgabe der Politik diese "legale Steuerhinterziehung" durch Gesetze zu verhindern.
 
@Wuusah: Schon seltsam: wenn Menschen ganz legal nutzen was ihnen der Staat an Geld ermöglicht (Hartz4 und andere Sozialleistungen) nennt man sie Sozialschmarotzer - wenn Konzerne bei viel grösseren Summen das selbe machen, nennt man das die Verpflichtung des Unternehmens. ^^
 
@moribund: Weil Konzerne eben nicht Menschen sind. Es sind Konzerne, die zu einem bestimmten Grund erschaffen wurden und nach bestimmten Regeln agieren.
 
@Wuusah: Interessant dass der Supreme Court der USA festgestellt hat dass "Corporations are people, and money is free speech"...
 
@Sequoia77: Sie zahlen doch Steuern. In den USA auf die Umsätze von Microsoft USA, in Irland auf die Umsätze von Microsoft Irland, ... Es steht doch oben: Es ist legal wie sie handeln. Soll eine Firma in den USA etwa Steuern bezahlen auf die Geschäfte einer Irischen Firma in Irland?
 
Wichtiger wäre es, die Steueroasen auszutrocknen, damit es für die Firmen nicht mehr so einfach ist, Geld dort zu parken, wo man möglichst geringe oder gar keine Steuern zahlt.

Die Firmen nutzen nur die Möglichkeiten, die ihnen das unterschiedliche Recht in den verschiedenen Staaten bietet. Übrigens wohl jede international agierende Firma.

Die Politik ist gefragt. Hallo, Politiker! Aufwachen!
 
@der_ingo: Aus meiner Sicht gehört ein Weltweit einheitliches Steuersystem her. Immer mehr wird globalisiert, aber die Steuern bleiben schön lokal geregelt.
 
@skyjagger: Ohne weltweit einheitliche Gesetze keine einheitlichen Steuern. Und wenn man bedenkt wie unterschiedlich doch die "Leistungen" der Staaten gegenüber ihrer Bevölkerung sind, sind einheitliche Steuern erst recht nicht durchsetzbar.
 
MS ist hier nicht die "böse" Partei. Das ist ganz schlicht und einfach ein Problem der Legislative. Die USA erheben keine Einkommensteuer für Geld die ausserhalb der USA generiert wurde. Firmen agieren im Interesse ihrer Aktionäre und im Rahmen der Gesetzlichen Möglichkeiten. Als Ebay ein Teil ihres Vermögens aus der EU/Asien in die USA abgezogen haben mussten sie solche hohen Steuern zahlen dass ihr Aktienkurs eingebrochen ist. Genau das Problem muss man erkennen und lösen.

Das Problem sind nicht Sterueroasen oder böse Firmen, es sind Politiker die nichts dagegen machen. Wieso auch, da fliesst bestimmt der eine oder andere Dollar in ihre Tasche.

Edit: Das Firmen ein erheblicher Teil ihres Vermögens im Ausland haben ist übrigens mehr als Verständlich. Wenn eine Firma in der EU von MS aufgekauft wird muss das Geld so nicht auf andere Auslandskonten transferiert werden, was enorme Kosten mit sich bringen würde.
 
@hundefutter: Das Problem sind aber in gewisser Weise auch die Firmen. Mit entsprechendem Kapital können die sich nämlich aussuchen, wo sie hingehen um ihre Steuern zu erwirtschaften und werden überall auch mit offenen Armen empfangen. Ebenso Leute mit viel Geld. Dem kleinen Bürger wiederum ist das nicht möglich dieses System auszunutzen oder es lohnt sich einfach nicht.
 
@dodnet: Du kannst auch im Ausland eine Firma gründen. Diese zahlt dann in dem Land ihre Steuern. Nur der Verdienst, denn Du Dir selber auszahlst, den musst Du hier versteuern.
 
Solange das Geld dann in den jeweiligen Ländern besser Investiert wird als mit den eigentlichen Steuern (Flughäfen,Kriege oder sich einfach in Luft auflöst..)
Und was eventuell leicht Überlesen werden wird, Microsoft zahlt ja brav die Steuern des jeweiligen Landes und logisch das die in Deutschland verdienten Euro, dank des beschissenden Dollars Kurses auch hier bleiben anstatt für jede kleine Investition hin und her zu tauschen und so Millionen zu verschwenden
 
@Wumps: Microsoft und andere Firmen zahlen in den Ländern Steuern, die sich gezielt auf solche Unternehmen mit geringen Steuersätzen vorbereiten, um zumindest etwas vom Kuchen abzubekommen. Insgesamt geben die Unternehmen damit nur Beträge im einstelligen Prozentbereich ab. Das ist zwar sicherlich mehr oder weniger legal, für uns alle aber, als Profiteure eines finanzstarken Staates aber eher unschön.
 
@elbosso: Versuch doch die Steuergesetze in Irland zu ändern. Das ist natürlich als Scherz gemeint. Steuergesetze sind nunmal unterschiedlich. Deutschland verlangt zum Beispiel eine sehr geringe Erbschaftssteuer. Würdest Du das auch kritisieren?
 
@Nunk-Junge: Wahrscheinlich würde es Sinn machen, manche Steuersätze global anzupassen, damit weniger Geld in Steueroasen geparkt werden kann. Ich meine einfach, dass letztlich die anderen Steuerzahler davon profitieren würden, wenn die Unternehmen mehr vom Gemeinwesen finanzieren würden.
 
Die Steuern und Abgaben sollten da bezahlt werden, wo Sie erwirtschaftet werden. Wäre ne ganz billige Lösung, wird aber nicht gemacht, weil z.B: die USA, die da gerade mal wieder meckern, selbst so einige Steueroasen für Firmen aus Übersee hat. Die sollen einfach die Klappe halten, die Zimmern sich das alles immer so zurecht, wie es gerade passt. Bitte einfach an die Spielthorie denken, jeder Wirtschaftet nur für sich selbst, jede News ist auch als solche zu bewerten.
 
@LivingLegend: Dann würden erst recht alle Firmen in Steuerparadiese abwandern, wenn sie dort nur einen Bruchteil der Steuern zahlen müssten. Außerdem ist ja auch das Problem, dass diese Gesetze nicht einheitlich sind, sondern in jedem Land anders. Das eine will Steuern, das andere wieder nicht...
 
@dodnet:
Eehm wie machen die das mit den Produktionsstätten?
Ziehen die Leute dann alle auf die Cayman Islands? Wird ein bisserl eng oder....

Ist ihnen mal aufgefallen dass diese Oasen flächenmässig fast alle klein bis kleinst sind?
Da gäbe es vielleciht doch das eine oder andere Problemchen für alle grossen, westlichen Firmen oder denken sie Bangladesh wäre traurig über die Steuern....
 
@dodnet: nochmal: Die Steuern und Abgaben sollten da bezahlt werden wo sie erwirtschaftet werden! Sitzt Unternehmen XY auf Cayman Islands und erwirtschaftet von seinen 10 Milliarden Umsatz 3 Milliarden in Deutschland, sind dort 3 Milliarden entsprechend zu versteuern. Ganz easy, ganz einfach, und vor allem fair! Fair liegt leider den Märkten nicht!
 
Nunja, ist es nicht egal, ob Microsoft die Steuern in den USA oder in irgendeinem Umsatzland in Europa (z. B. in Deutschland) NICHT bezahlt? Ernsthaft, ich mag Microsoft, aber alle Umsätze in Deutschland laufen über Microsoft Irland, Deutschland sieht also genausowenig Steuereinnahmen davon wie die USA, nämlich fast gar keine.
 
@departure: Soll sich ja innerhalb Europas meines Wissens ändern!
 
@departure: ich frag mich ja echt immer noch, wie es möglich ist, Microsoft zu mögen!?
 
Wer zahlt freiwillig mehr Steuern als er muss? Ich kenne niemanden, der zum Finanzamt geht um freiwillig Steuern zu bezahlen. Jeder nutzt die Gesetze zu seinen Gunsten: setzt seine Fahrtkosten ab, nutzt seine Freibeträge, ... Warum soll ein Unternehmen es anders machen?
 
@Nunk-Junge: Hab' ich ja nicht bestritten, ich würde das als Firma ganz genauso machen. Darum geht es nicht. Wenn bspw. Deutschland diesen Zustand beklagen würde, müßten halt die Rechtsgrundlagen geändert werden. Das wäre Aufgabe der Legislative, die beschließen könnte, die bestehenden Gesetze so zu ändern, daß eine Firma, die auf deutschem Boden etwas verkauft, diese Gewinne aus Waren und Dienstleistungen auch hier versteuern muß. Bis dahin tut Microsoft nichts unrechtes (auch andere Firmen nicht, die so vorgehen), hab' ich auch nicht behauptet. Deswegen schrieb' ich ja, ob es nicht egal ist, wo die Steuern NICHT bezahlt werden?
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