Bewegung gegen Google Glass: Stop The Cyborgs

In London formiert sich derzeit ein kleiner Widerstand gegen Googles Cyberbrille Glass. Die Gruppe mit der prägnanten Bezeichnung 'Stop the Cyborgs' fürchtet um den vollständigen Verlust der Privatsphäre.

Die kleine Gruppe britischer Studenten hat sich intensiv mit der zukünftigen Entwicklung der Cyberbrillen auseinandergesetzt und protestiert gegen den möglichen Verlust der Privatsphäre. Da jede Person immer und überall gefilmt und aufgenommen wird, bleibt von der bisherigen Definition des Begriffs tatsächlich nicht mehr viel übrig. Stop the CyborgsAktionsbanner: Stop The Cyborgs Die Bewegung stellt sich aber nicht grundsätzlich gegen die Technologie oder Googles Produkt, sondern sorgt sich viel mehr um die eventuell rasende Verbreitung des neuen Gadgets. Sollten die Brillen ein ähnliches Wachstum wie Smartphones hinlegen, kann schon innerhalb weniger Jahre niemand mehr vor die Tür gehen ohne von einer anderen Person dabei gefilmt zu werden.

Der Gründer der Gruppe, der 27jährige Student Adam, sorgt sich um die soziale Kultur und die mögliche Überwachung jeder einzelnen Person. "Wenn Google seine Technologien erst einmal im Bereich der Cyberbrillen zum Einsatz bringt, wird es niemandem mehr möglich sein mehrere Identitäten zu wahren" - so Adam. "Google Glass ist der größte technologische Angriff auf die Privatsphäre in der Öffentlichtkeit den es je gegeben hat"


Um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, müssten nicht nur alle Datenschutzgesetze und Gesetze zum Schutz der Privatsphäre neu geschrieben, sondern der Begriff "Privatsphäre" völlig neu definiert werden. Mit der Aktion 'Stop the Cyborgs' will die Gruppe nun mehr Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken und die Menschen weltweit zum Nachdenken anregen.

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann eines der markanten Logos von der Aktions-Website laden und diese weiter verbreiten. Die Gruppe hofft auf weltweite Nachahmer und ähnliche Bewegungen in anderen Ländern, die wohl spätestens zum Verkaufsstart der Brille Ende des Jahres gegründet werden dürften.

Erst vor wenigen Wochen hat ein Bar-Besitzer in den USA den Einsatz von Google Glass in seinem Lokal untersagt und ein Verbotsschild aufgestellt. Auch wenn diese Aktion nur halbernst gemeint war, weist sie auf die zukünftig zu erwartenden Probleme hin.
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Also den Punkt dass jeder dann gefilmt werden kann verstehe ich total. Bin gespannt wie man das regeln will. Vor allem könnten sich die Gesetze durch Glass total verändern.
 
[re:1] Barney am 23.03.13 14:39 Uhr
(-10
@CJdoom: Da wird noch ein Gerät entwickelt für die Personen denen das stört zum automatischen verpixeln. Es wir aktiviert wenn man von der Brille erfasst wird ,
 
@Barney: Und diese Person muss sich das Teil extra kaufen und immer dabei haben? Wohl eher nicht.
 
@CJdoom: ja aber inwiefern unterscheidet sich das heimliche filmen mit google glasses von dem heimlichen filmen mit mini kameras, handys,...es kann doch nicht sein das man ein tolles produkt mit neuen gesetzen gängeln will nur weil es etwas kann das andere produkte schon seit jahren können ohne das es jemanden stört. da wird doch nur wieder eine sau durchs dorf getrieben!
 
@bamesjasti: ist das jetzt Dein Ernst diese Frage oder möchtest Du nur Deine Naivität zu Markte tragen? Ob ich mit einer Brille auf der Nase rumlaufe, der "filmen" zuflüstere und die dann loslegt, die Aufnahmen sofort in die Cloud ablegt und diese so automatisch Eigentum von Google werden oder ob ich eine Cam oder Handy zücke, mich hinstelle und OFFENSICHTLICH filme bzw. fotografiere - das ist in der Praxis ein himmelweiter Unterschied. Na ja, wie auch immer, auf jeden Fall werden sich die Chirurgen über zahlreiche gebrochene Nasen freuen dürfen...


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