Polizei Hannover warnt vor Trojaner über Facebook

Die Polizei Hannover hat über das Social Network Facebook eine Warnmeldung im Zusammenhang mit einem Erpresser- oder auch Screenlock-Trojaner veröffentlicht. Diesbezüglich wird die Zahlung von 100 oder 50 Euro verlangt.
Sicherheitslücke, Malware, Trojaner, Trojanisches Pferd
/ Flickr
Wie auf dem zugehörigen Screenshot zu sehen ist, gibt der Trojaner vor, etwas mit der Microsoft Windows Lizenzierung zu tun zu haben. Da entweder die Windows-Lizenz abgelaufen ist, oder eine illegale Kopie eines Microsoft-Betriebssystems zum Einsatz kommt, wurde der Rechner gesperrt. Screenlock-TrojanerScreenlock-Trojaner Doch dem noch nicht genug: Auch einige Dateien auf dem Rechner hat der Trojaner verschlüsselt. Eine externe Entschlüsselung der Dateien sei nicht möglich und der Versuch sogar strafbar, heißt es in der angezeigten Meldung.

Wie von anderen solchen Erpresser-Trojanern bekannt, wird die Zahlung von 100 bzw. 50 Euro über Paysafecard oder Ukash verlangt. Derzeit ermittelt die Kriminalpolizei Hannover in rund 35 Verfahren gegen unbekannte Täter. Die Polizei empfiehlt, die installierten Sicherheitslösungen aktuell zu halten und zudem keine E-Mails mit dubiosen Dateianhängen von unbekannten Absendern zu öffnen.

Erpressungs-Trojaner wie dieser sind seit geraumer Zeit im Umlauf. Die Autoren dieser Schädlinge setzen stets auf eine offenbar bewährte Masche und verlangen von den Opfern eine Zahlung in unterschiedlicher Höhe. Für Aufsehen sorgt in diesem Zusammenhang beispielsweise ein Trojaner, der vorgibt, etwas mit der GVU zu tun zu haben. Screenlock-TrojanerVerschlüsselungs-Trojaner Der Sicherheitsexperte Steven K. informiert in einem kürzlich veröffentlichten Beitrag ebenfalls über einen solchen Schädling. In dem zugehörigen Informationstext ist sogar wörtlich die Rede von einem Windows-Verschlüsselungstrojaner. In diesem Fall wird die Zahlung von 100 Euro verlangt.

Sollte man sich mit Malware dieser Art infiziert haben, so stehen diverse Werkzeuge von Sicherheitsdienstleistern zur Verfügung, welche für Abhilfe sorgen können. Solche Tools oder Informationen zu diesem Thema bieten beispielsweise Kaspersky oder Avira an.
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