'Mythen': Google antwortet auf Microsoft-Anzeigen

Seit gestern schaltet Microsoft in US-Tageszeitungen ganzseitige Anzeigen, in denen Google vorgeworfen wird, den Anzeigenkunden vor den Privatnutzer zu stellen. Google reagierte nun und bezeichnete (u. a.) die Microsoft-Aussagen als "Mythen".
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Google
In einem 'Blog-Eintrag' hat Betsy Masiello, Policy Manager bei Google, unter anderem zu den Vorwürfen der Microsoft-Printkampagne Stellung genommen. Punkt für Punkt geht Masiello auf die diversen "Mythen" ein und setzt dem "Fakten" entgegen.

Microsoft wirft dem Konkurrenten etwa vor, dass dessen User es nun schwerer hätten, die Kontrolle über ihre persönlichen Informationen zu behalten. Das sei definitiv falsch, schreibt die Google-Mitarbeiterin: Die Kontrollmöglichkeiten über die Privatsphäreneinstellungen seien gar nicht verändert worden. Google-Nutzer könnten auch in Zukunft unter anderem ihre History der Suchabfragen löschen oder die Dienste auch abgemeldet nutzen.

Ein weiterer Microsoft-Vorwurf besagt, dass die jüngst angekündigten Änderungen der Nutzerbestimmungen nur dazu dienen würden, wertvollere Daten für die Werbekunden von Google zu sammeln. Hier betont Google, dass der überwiegende Großteil der Personalisierungsmöglichkeiten bei den Google-Produkten nichts mit Werbung zu tun habe.


Betsy Masiello greift auch einige "Mythen" auf, die Microsoft bereits früher geäußert hat: So machte sich Microsoft vor über einem halben Jahr in einem Video über Google Mail lustig und behauptete dabei, dass Google alle E-Mails mitlesen würde. Die Antwort von Google: Wie die meisten E-Mail-Provider scannen die Google-Rechner die Nachrichten nur auf Spam sowie Malware und zeigten die für den Nutzer "relevanten Anzeigen" an. Niemand aber liest die Mails außer dem User selbst.

Die Google-Vertreterin erwähnt zwar in keinem Wort die aktuelle Kampagne des Konkurrenten aus Redmond, fünf der sieben "Mythen" betreffen aber genau diese. Außerdem antwortet Masiello auf den Vorwurf der Seite 'Fairsearch'. Diese wirft Google vor, dass das Unternehmen Nutzerdaten verkaufe und auf diese Weise 36 Millionen Dollar im Jahr 2011 eingenommen hätte. Dies bestreitet Google vehement, man würde diese Daten weder verkaufen noch in sonstiger Weise verteilen: Werbekunden könnten Anzeigen nur auf Basis von anonym ermittelten Stichwörtern schalten.
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