US-Spionageabwehr: Strategie gegen Wikileaks

Internet & Webdienste Die Spionageabwehr der USA hat sich bereits vor zwei Jahren intensiv mit der Whistleblower-Plattform Wikileaks auseinandergesetzt. Das geht aus einem jetzt auf eben dieser Seite veröffentlichten Dokument hervor.

Als Verfasser des Papiers wird das United States Army Counterintelligence Center angegeben. Es ist als "SECRET//NOFORN" eingestuft, darf also nur an nationale Behörden weitergegeben werden. Die Autoren versuchen in dem Dokument eine konkrete Einschätzung der Bedeutung von Wikileaks für das US-Militär zu treffen.


Diese fällt dann auch recht eindeutig aus: Die Plattform wird als Gefahr eingestuft. Man war sich bereits damals sicher, dass früher oder später geheime Informationen des US-Militärs veröffentlicht werden. Die könne in einer "erhöhten Bedrohung für das Personal, die Ausrüstung, Gebäude oder Einrichtungen des Verteidigungsministeriums resultieren", hieß es.

Deshalb werden verschiedene Vorschläge gemacht, wie das Risiko, dass geheime Unterlagen zu Wikileaks gelangen, reduziert werden kann. Allerdings kommen die Autoren des Papiers zu dem Schluss, dass sich die Gefahr nicht gänzlich vermeiden lässt - wenn etwa ein Mitglied der US-Streitkräfte "in dem Glauben handelt, es sei seine Pflicht, Informationen über Fehlentwicklungen im Verteidigungsministerium" zu veröffentlichen.

In dem Dokument werden deshalb auch Vorschläge entwickelt, wie Wikileaks direkt angegriffen werden kann. So wird herausgearbeitet, dass das Versprechen der Betreiber der Plattform, die Anonymität ihrer Informanten zu gewährleisten, der entscheidende Punkt ist.

"Die Identifikation, Bloßstellung, der Arbeitsplatzverlust von oder ein juristisches Vorgehen gegen aktuelle oder frühere Insider, Informanten oder Whistleblowers" könne das Vertrauen gegenüber der Plattform beschädigen oder gar gänzlich zerstören, hieß es. Andere würden dann davor zurückschrecken, Informationen zu übermitteln.
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Hahaha welch Ironie, dass das Dokument natürlich bei wikileaks selbst landet bzw. veröffentlicht wird.
 
@michael_dugan: Hieß es nicht vor ein paar Monaten, dass Wikileaks Dokumente hat, die so unglaublich sind, dass sie erstmal Geld sparen müssen um die späteren Klagen abzuwehren? Da sollten doch Informationen über den Irak Krieg, und noch ein paar Sachen kommen.... sind die schon online? oder weiß man, wann das passieren soll?
 
@michael_dugan: Terroristen, selbst in den eigenen Reihen. Die Army ist nicht zu beneiden.^^ Was bedeutet eigentlich Counterintelligence, die Bekämpfung der eigenen Intelligenz? Na da wünsch ich mal viel Erfolg!...rofl
 
[o2] MxH am 15.03.10 14:33 Uhr
(+10
somit sind die usa gegen freie meinungsäusserung und gegen demokratie...ebend halt nur die neuen römer, nazis etc! aber wer sowas wie ein kz auf kuba unterhällt, kann ja auch nicht anders als gewaltätig, undemokratisch, inhuman und unsozial benannt werde, bzw fürchtet seine eigene blossstellung! ICH MAG AMERIKANER NICHT!
 
@MxH: Was heißt hier freie Meinungsäußerung. Das ist doch totaler Blödsinn!!! Bei Wikileaks geht es nicht darum über jemanden seine Meinung zu veröffentlichen, sondern geheime Unterlagen, egal welcher Art zu veröffentlichen. Es ist ungefähr so wie wenn Wikileaks deine Ärtzliche Bescheinigung veröffentlichen würden, in der steht das du AIDS POSITIV bist. Kapisch??


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