Spam-Aufkommen nach Provider-Abschaltung halbiert

Spam & Phishing Die Schließung eines US-amerikanischen Providers hat zu einer deutlichen Reduzierung des Spam-Aufkommens geführt. Der Anbieter McColo ging am Dienstag unerwartet vom Netz, nachdem Sicherheitsexperten und Journalisten monatelang Nachforschungen betrieben hatten. Rund vier Monate lang hatten Sicherheitsspezialisten Daten über die Firma aus San Jose in Kalifornien gesammelt, die schon lange unter dem Verdacht steht, von Cyber-Kriminellen für ihre Aktivitäten genutzt zu werden. Angeblich sollen bis zu 75 Prozent aller Spam-Mails über die Server von McColo gelaufen sein.

Nach Angaben mehrerer Sicherheitsdienstleister ging die Zahl der verschickten Spam-Mails um rund 50 Prozent zurück, nachdem McColo um ca. 9 Uhr Ortszeit am Montag plötzlich aus dem Netz verschwand. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Backbone-Provider des Hosting-Anbieters die Notbremse gezogen und die Internet-Anbindung der Server gekappt.

Im September war es dem Hoster Intercage/Ativo ähnlich ergangen, als dessen Konnektivitätsdienstleister die Leitungen abschaltete. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass sich die Spammer, welche McColo für ihre Zwecke nutzten, nun einen neuen Hoster suchen, wahrscheinlich in Osteuropa.
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