EU: Vollständige Internet-Überwachung in Arbeit

Datenschutz Die Medienindustrie will in Zusammenarbeit mit einigen ihr wohlgesonnenen konservativen EU-Abgeordneten dafür sorgen, dass der Internet-Verkehr komplett kontrolliert wird. Die Netzneutralität gerät dadurch massiv in Gefahr.

Bürgerrechtler haben gegenüber dem EU-Parlament Alarm geschlagen. Sie berufen sich auf eine Analyse der Politikwissenschaftlerin Monica Horten, die zahlreiche Änderungsanträge für das neue Telekompaket der Europäischen Union untersucht hat.


Demnach führen zahlreiche, sehr subtile Korrekturen in ihrer Gesamtheit letztlich dazu, dass die Provider zukünftig für die von ihnen weitergeleiteten Inhalte verantwortlich sind. Ihre bisher neutrale Stallung als Datenübermittler ginge dadurch verloren.

Um nicht selbst ins Visier der Medienkonzerne zu geraten, müssten die Provider den Internet-Verkehr massiv überwachen und Filtern. Das würde der Entwicklung des Netzes faktisch den Garaus machen. Nicht nur Anwender, die geschützte Daten beim Filesharing austauschen würden überwacht, sondern auch alle anderen Nutzer.

Dies würde zu einem massiven Vertrauensverlust in die Infrastruktur führen. E-Commerce und E-Government erhielten einen schweren Rückschlag, weil Nutzer sich der Vertraulichkeit ihrer Daten nicht mehr annähernd sicher sein können.

Weitere Informationen: Aktionsaufruf von Netzpolitik.org

Weitere Informationen: Analyse von Monica Horten (PDF)
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Tja, was soll man dazu sagen? An die Wand stellen! Aber, dass ist das schöne, die EU ist derzeit sowieso am zerfallen! Und in D gibt es ja immer noch BVerfG! Da können die lächerlichen EU Spinner machen, was sie wollen!
 
@angel29.01: Die sollten sich mal lieber über den Bananenkrümmungsgrad und die Hühnereiergröße Gedanken machen. Es gibt zuviele EU Spinner und irgendwas müssen die ja den ganzen lieben langen Tag machen.
 
@angel29.01: Zum Glueck haben wir das BVerfG und deswegen gibts in Bayern keine Onlinedurchsuchung...
 
Das BVerfG steht aber nicht über der EU. Sollte dies ein EU weit greifender Schritt sein, hat unser BVerfG nichts mehr zu melden.
 
@angel29.01: was kann schon die blöde EU gegen ein globales Netz, die kommen damit niemals durch.


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